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Frühe Neuzeit

Wandel und Beharrung: Staatensystem und Staatsbildungsprozesse in der Vormoderne

Die Forschungsprojekte des DHIP im Arbeitsbereich Frühe Neuzeit sind derzeit schwerpunktmäßig in der ersten Hälfte des 16. und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angesiedelt. Zum einen wird Frankreichs Bedeutung als dynamisches Element und Akteur der europäischen Politik in der Formierungsphase des frühneuzeitlichen Staatensystems in den Blick genommen. Dabei wird auch der Perspektive auf traditionale Elemente wie Umbrüche in den Formen zwischenstaatlicher Kommunikation Raum gegeben. Zum anderen rückt die Analyse der Notabelnversammlung von 1787 verschiedene Aspekte des Staatsbildungsprozesses am Ende des Ancien Régime in den Vordergrund. Im Hinblick auf die Akteure dieses Geschehens und unter Verwendung verflechtungs- und kommunikationsbezogener Ansätze trägt diese Untersuchung zu einem differenzierteren Bild der gesellschafts- und kulturgeschichtlichen Übergangsprozesse zwischen Revolutions- und Restaurationszeitalter bei. Daneben werden weitere Projekte zur frühneuzeitlichen Adelsforschung, insbesondere zu den transnationalen Beziehungsgeflechten hochadeliger Häuser, gepflegt. Derzeit wird in diesem Zusammenhang der Nachlaß des Herzogs Emmanuel de Croÿ (1718–1784) erschlossen und in digitaler Form für die künftige Forschung aufbereitet.

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