» Home | Forschung | Mittelalter
Kontakt ǀ Impressum ǀ  
 | 
FR/DE

DHIP auf Facebook

Besuchen Sie uns!

twitter

Tweets vom

Mittelalter

Innovation und Reaktion

Innovation und Reaktion
Im Rahmen der mittelalterlichen Geschichte werden am DHIP vier größere Forschungsvorhaben bearbeitet: »Märtyrertexte im frühmittelalterlichen Burgund (5. bis 8. Jahrhundert). Zur gesellschaftlichen Bedeutung von Heiligkeit, Liturgie und Kultpraxis«, »Charlemagne«, »Mündliche und schriftliche Kommunikation zwischen Ost und West – Kontinuität und Wandel im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter« sowie die Gallia Pontificia. Das Projekt zu den Märtyrertexten untersucht für eine der zentralen Regionen hagiographischer und liturgischer Innovation Formen der Tradition, Kontinuität und Adaptation von Martyriumsvorstellungen als Erfahrungs- und Wissenshorizonte, auf die die frühmittelalterliche Gesellschaft in vielfältiger Weise reagierte. Im Rahmen des Projekts zu Karl dem Großen werden, neben der Vorbereitung einer internationalen Tagung, die 2014 stattfindet, zwei Dissertationen vorbereitet über die christlich-jüdischen Beziehungen und die monastische Architektur. Ziel ist es herauszuarbeiten, in welchem Maße die Politik Karls des Großen seiner eigenen Initiative entsprang oder Traditionen und Entwicklungen aufgriff. Das Projekt zur Kommunikation fragt danach, ob die Übernahme von Herrschaft durch nicht in römischen Strukturen sozialisierte Personengruppen zu einem Bruch in der Organisation der nachrömischen Reiche und in der wechselseitigen Kommunikation führte. Die Gallia Pontificia ist das Langzeitprojekt des DHIP. Sie erfasst, ediert und kommentiert alle Papsturkunden für französische Empfänger bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. Päpstliche Schreiben entscheiden Anfragen rechtlicher Natur. Sie reagieren auf Streitfälle innerhalb der französischen Kirche und wirken zugleich innovativ, da sie in vielen Fällen neues Recht setzen.