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Schwerpunkt Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg markiert als »Urkatastrophe« (George Kennan) des 20. Jahrhunderts eine Zäsur. Wie ein »gewaltiger Transformator« (Hans-Ulrich Wehler) veränderten die Jahre 1914-1918  Europa und die Welt stärker als jedes andere historische Ereignis seit 1789. Nationalisierung der Massen, Totalisierung und Globalisierung der Kriegsführung, Technisierung und Modernisierung der kriegführenden Gesellschaften, Entstehung der Totalitarismen Kommunismus und Faschismus sind nur einige der Schlagworte, die die Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die Geschichte des 20. Jahrhunderts greifbar werden lassen.

Es überrascht daher nicht, dass der »Große Krieg« - wie der Erste Weltkrieg in Frankreich und Großbritannien nach wie vor genannt wird - Forschung, Medien und Öffentlichkeit in hohem Maße interessiert, ja fasziniert. Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1914 wird das Interesse am Ersten Weltkrieg weltweit noch weiter zunehmen. Während es auf der einen Seite  gedenkpolitisch darum gehen wird, an die millionenfachen Opfer des Krieges zu erinnern, wird auf der anderen Seite die Geschichtswissenschaft gefordert sein, kritisch auf nahezu ein Jahrhundert Forschung zum Ersten Weltkrieg zurückzublicken.

Für Frankreich hat der Erste Weltkrieg eine besonders große Bedeutung. Wohl nirgendwo sonst sind die Schrecken der jahrelangen Abnutzungsschlachten so tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben wie hier, wo von den Vogesen über Verdun, dem Chemin des Dames, die Somme, bis zur belgischen Grenze ein Großteil der für die Wahrnehmung des Krieges so zentralen Westfront verlief. Daher sieht sich das DHIP in der Pflicht, das Jubiläumsjahr 2014 mit einem eigenen wissenschaftlichen Programm zu begleiten. Mit der Forschergruppe Politische Kulturgeschichte der Vorkriegszeit und den in diesem Zusammenhang verfolgten Einzelprojekten wird ein Beitrag zur Erforschung der zuletzt etwas aus dem Blick der Forschung geratenen Vorkriegszeit geleistet.

Die globale Dimension des Ersten Weltkriegs lässt sich aus einer französischen bzw. deutsch-französischen Perspektive freilich nicht erschöpfend behandeln. Als Teil des Netzwerks der Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland ist das DHIP aber in der privilegierten Situation in den anderen Auslandsinstituten in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Rom, Tokio, Warschau und Washington weltweit profilierte Partnerorganisationen zu haben, mit denen es gelingen kann, einen echten Impuls im Hinblick auf eine Globalgeschichte des Ersten Weltkriegs zu geben.

Auf dem Blog La Grande Guerre finden Sie Informationen und Reaktionen zu den Veranstaltungen der Forschergruppe sowie Beiträge zur aktuellen Forschungsdiskussion.

» Zum Blog La Grande Guerre

Forschungsgruppe

Leitung:
Dr. Arndt Weinrich

Mitarbeiter:
Elisa Marcobelli

Assoziierte Mitarbeiter:
Jörg van den Heuvel

Gastwissenschaftler:
Prof. Dr. Gerd Krumeich

Veranstaltungskalender

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