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Leitbild Wissenschaft

Wissenschaft am DHIP: Forschung und Vermittlung

Das DHIP ist ein Forschungsinstitut. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstehen sich als international an zentraler Stelle tätige Akteure und Vermittler hochwertiger historischer Forschung. Eingebunden in die Wissenschaftskulturen Deutschlands und Frankreichs forschen sie in Paris zu relevanten Themen und vermitteln Fragestellungen, Ergebnisse, Methoden und Theorien in beiden Ländern.

Inhaltlich steht die westeuropäische Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart mit französisch-deutschem Schwerpunkt im Zentrum der Arbeit. Das Institut wird durch ein Wissenschaftsverständnis geprägt, das Engagement, Selbstständigkeit und Dialogbereitschaft mit reflektiertem Forschungsmanagement und Leistung verbindet.

Als Akteure der Forschung führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeitlich begrenzte Forschungsprojekte durch bzw. beteiligen sich an Langzeitprojekten. In der Regel sind sie in Verbünde integriert, sei es mit französischen Partnern, sei es im Rahmen institutsgestützter Forschungsgruppen. Die Forschungsleistung zeigt sich in gedruckten und Online-Veröffentlichungen, nicht zuletzt in den Qualifikationsarbeiten, die im Institut entstehen (Dissertationen und Habilitationen).

Als Vermittler wirkt das Institut zudem durch Förderprogramme und Stipendien, Veranstaltungen, Bibliothek und Redaktion. Die veränderten Publikations- und Kommunikationswege in der Wissenschaft gestaltet das Institut aktiv mit und setzt sich für Open Access ein. Es fördert den Austausch und die Qualifikation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, insbesondere des Nachwuchses, und gewährt ihnen vor Ort eine strukturierte Unterstützung. Dazu stehen Instrumente kürzerer (Sommer- und Fachsprachkurse), mittlerer (Praktika, Stipendien, Fellowaufenthalte) und längerer Dauer (Planstellen) zur Verfügung. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Förderung des Hochschullehrernachwuchses zu. Enge Partnerschaften mit Hochschulen in Deutschland und Kooperationen mit den Universitäten in Frankreich eröffnen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, internationale Kompetenzen in Forschung, Lehre und Netzwerkbildung zu erwerben. Die wissenschaftliche Betreuung des Nachwuchses durch die Heimatuniversität wird durch einen Aufenthalt am Institut sinnvoll ergänzt.

Das Renommee der wissenschaftlichen Arbeit beruht auf der Einhaltung der Regeln zur »Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis« und auf konsequenter Qualitätskontrolle unter Nutzung anerkannter Evaluierungsmethoden. Auf allen Ebenen des Forschungs- und Vermittlungsprozesses wird ein Niveau angestrebt, das sich am internationalen Wettbewerb misst.

Den wissenschaftlichen Alltag am Institut prägt ein offener und kollegialer Umgang miteinander.