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Neuerscheinung: Comme un Allemand en France

Jeanne Guérout, Aurélie Luneau, Stefan Martens, Comme un Allemand en France. Lettres inédites sous l’Occupation, 1940–1944, Paris 2016.

Nach der Niederlage im Sommer 1940 befinden sich fast zwei Millionen deutscher Soldaten in Frankreich. Die Hälfte von ihnen bleibt bis zum Jahresende im Land. Nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion sind es im Herbst 1941 noch immer 80 000. Mit dem Bau des »Atlantikwalls« steigt ihre Zahl langsam wieder an und erreicht am Vorabend der Landung im Juni 1944 knapp eine Million.

Aus den unterschiedlichsten Milieus und aus allen Regionen Deutschlands stammend, verlassen viele der in Frankreich stationierten Soldaten 1940 zum ersten Mal Heim und Herd. Fünf Jahre lang schreiben sie an ihre Familien, vertrauen sich ihren Tagebüchern an, skizzieren ihren Alltag in Notizbüchern und fotografieren ihren Alltag, aber auch Land und Leute.

Die in Frankreich unveröffentlichten Dokumente aus privaten Sammlungen und staatlichen Archiven in Deutschland, die von den drei Herausgebern für den Band ausgewählt, übersetzt und kommentiert wurden, erweitern den Blick auf die Besatzungszeit. Zwischen den Zeilen entsteht so ein komplexeres und subtileres Bild des Besatzungsalltages in Frankreich.

Bericht auf Arte