Kooperationen

Veranstaltungen in Kooperation

Leitlinien des DHIP für wissenschaftliche Veranstaltungen mit deutschen, französischen und/oder internationalen Partnern

Das DHIP versteht sich als ein zentraler Akteur der deutsch-französischen und internationalen Geschichtswissenschaft. In dieser Funktion beteiligt sich das DHIP an der Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen mit anderen wissenschaftlichen Akteuren. Es ist jedoch kein Drittmittelgeldgeber.

Die Vermittlung von Forschungsergebnissen beiderseits des Rheins ist ein wichtiges Anliegen. Neben der Durchführung eigener Forschungsvorhaben unterstützt das DHIP daher geschichtswissenschaftliche Veranstaltungen unterschiedlichen Formats inhaltlich, organisatorisch und/oder finanziell – von Vorträgen über Workshops bis zu mehrtägigen Tagungen. Das DHIP verfügt über einem Vortragssaal mit bis zu 80 Plätzen, Videoprojektor und Equipment für Simultan-Übersetzungen sowie zwei Seminarräume, davon einer mit Videokonferenztechnik. Das DHIP arbeitet teilweise mit festen wissenschaftlichen Partnern zusammen, ist aber offen für neue Kooperationen gemäß den im Folgenden aufgeführten Förderkriterien.

Inhalt

  • Die Themen der Veranstaltung entstammen den historisch arbeitenden Disziplinen und gehören dem Bereich der westeuropäischen, deutschen, französischen, deutsch-französischen, europäisch-afrikanischen oder der digitalen Geschichte an. Interdisziplinarität wird begrüßt. Eine Verbindung zu bestehenden Forschungsprojekten und Forschungsanliegen des DHIP ist wünschenswert.

Organisation

  • Ein/e Wissenschaftler/in des DHIP muss bereits zu einem frühen Planungszeitpunkt der Veranstaltung in die Organisation eingebunden werden. Veranstaltungsprojekte, die ohne die inhaltliche Beteiligung eines/r Wissenschaftlers/in des DHIP geplant wurden, können grundsätzlich nicht gefördert werden. Achten Sie auf ausreichenden zeitlichen Vorlauf (in der Regel für Tagungen zwölf Monate, mehrtägige Workshops neun Monate, Vorträge sechs Monate).
  • Veranstaltungsanfragen an das DHIP werden im Haus jeweils am Anfang des Monats evaluiert. Als Grundlage dient das ausgefüllte Formular »Kooperationsanfrage«, das bei den zuständigen Abteilungsleiter/innen anfordert werden kann.
  • Die Veranstaltungsträger/innen leisten eine durch eine Kooperationsvereinbarung schriftlich festzulegende substantielle Eigenbeteiligung an der Veranstaltung – sowohl finanziell als auch in der Übernahme anfallender Organisationsarbeit.
  • Die Veranstaltung findet an maximal zwei Veranstaltungsorten in Paris (inklusive DHIP) oder einem Standort im übrigen Frankreich statt.
  • Die Veranstaltung sieht die Beteiligung von Wissenschaftlern/innen aus der deutschen und französischen Wissenschaftslandschaft vor oder wirkt auf andere Weise in die deutsche und französische Wissenschaft hinein. Das DHIP kann bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern in Frankreich gerne behilflich sein.
  • Die Veranstaltung ist grundsätzlich für den wissenschaftlichen Nachwuchs geöffnet und sieht in der Regel einen Call for papers vor.
  • Die Veranstaltung ist in der Regel nach vorheriger Anmeldung für ein interessiertes Publikum geöffnet.
  • Die Veranstaltung kann auf Deutsch, Französisch, Englisch oder gemischt stattfinden, in begründeten Ausnahmefällen auch in anderen Sprachen. Simultanübersetzungen werden vom DHIP nicht getragen, können aber z.B. durch Drittmittel ermöglicht werden.

Finanzierung

  • Das DHIP beteiligt sich organisatorisch und mit seinen Räumlichkeiten an Veranstaltungen und kann diese auch finanziell unterstützen, z.B. durch die Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten. Sofern dies der Fall ist, stellt das DHIP Mittel höchstens bis zur gleichen Summe wie die antragstellende wissenschaftliche Partnerinstitution zur Verfügung. Darüber hinaus kann je nach Höhe der Eigenbeteiligung und der Gesamtkosten der Veranstaltung eine Ergänzung der Finanzierung durch die Einwerbung von Drittmitteln notwendig werden.
  • Die Finanzierung der Veranstaltung ist frühzeitig mit dem/r beteiligten Wissenschaftler/in des DHIP zu planen und ein Veranstaltungsbudget zu erstellen.
  • Das DHIP kann ggf. bei der Einwerbung von Drittmitteln behilflich sein und hierfür als deutscher, nicht aber als französischer Antragssteller auftreten. Die Verwaltung aller Drittmittel erfolgt bei Veranstaltungen im DHIP durch das DHIP, das auch die entsprechenden Abrechnungen (Reisekosten etc.) erledigt.
  • Das DHIP kann ebenso einschlägige Veranstaltungen an anderen Institutionen in Frankreich unterstützen, z.B. durch die Übernahme von Reisekosten. Auch in diesen Fällen ist das DHIP frühzeitig in die wissenschaftliche Konzeption der Tagung einzubinden. Die Unterstützung des DHIP ist als Partnerschaft auszuweisen, z.B. im Programm oder in Publikationen und unter Abdruck/digitaler Wiedergabe des DHIP-Logos. Eine rechtzeitige Information und Zusammenarbeit mit der Presseabteilung des DHIP wird vorausgesetzt.

Wenn Sie Interesse an einer Kooperation mit dem DHIP zur Durchführung einer wissenschaftlichen Veranstaltung haben, dann kontaktieren Sie uns. Die Abteilungsleiter/innen und der wissenschaftliche Koordinator des Instituts stehen Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung – auch für zunächst informelle Anfragen.

Mittelalter: rgrosse@dhi-paris.fr
Frühe Neuzeit: rbabel@dhi-paris.fr
Neuere und Neueste Geschichte: jfinger@dhi-paris.fr
Digital humanities: mkoenig@dhi-paris.fr
Afrika: sballer@dhi-paris.fr
Wissenschaftlicher Koordinator: nmay@dhi-paris.fr

Leitlinien als pdf-Dokument