Förderung

Stipendien

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Geschichtswissenschaften. Es vergibt hierzu Stipendien an fortgeschrittene Master- und Lehramtsstudierende, Promovierende, Post-Doktoranden/innen und Habilitierte für Forschungsvorhaben zur französischen, deutsch-französischen, afrikanischen Geschichte und zur digitalen Geschichte. Das DHIP unterstützt laufende Forschungsprojekte in ihrer Durchführung (Mobilitäts-Stipendien, Resident-Stipendien) sowie die Entwicklung neuer Forschungsprojekte (Forschungsstart-Stipendien).

Die Stipendien des DHIP richten sich an Bewerberinnen und Bewerber aus der deutschen Wissenschaftslandschaft, unabhängig von ihrer Nationalität. Die Höhe eines Stipendiums des DHIP beträgt monatlich 2.500 € für Habilitierte, 2.000 € für Post-Doktorandinnen und Post-Doktoranden, 1.500 € für Promovierende und 1.200 € für Master-Studierende.

Ansprechpartnerin: Luna Hoppe

Mobilitätsstipendien

Mit Mobilitätsstipendien unterstützt das DHIP Forschungsprojekte, für die bereits eine angemessene Vorarbeit geleistet wurde und die aufgrund der Quellen- oder Literaturlage in Deutschland einen Forschungsaufenthalt in Frankreich erfordern. Der Arbeitsort während der Förderung richtet sich nach den Erfordernissen des Forschungsprojekts.

Mobilitätsstipendien werden für eine Dauer bis zu drei Monaten vergeben. Eine einmalige erneute Bewerbung für eine Förderdauer von drei Monaten ist möglich. Für Master-Studierende können Stipendien mit einer Laufzeit von ein bis maximal drei Monaten vergeben werden. Anträge müssen spätestens zwei Monate vor Beginn des beabsichtigten Aufenthaltes eingereicht werden. Mobilitätsstipendien dienen der Forschung in Frankreich und sind keine Abschlussstipendien für das Verfassen von Qualifikationsarbeiten.

a) Forschungsprojekten ab der Promotionsphase

Die Gewährung eines Mobilitätsstipendiums setzt einen erfolgreichen Studienabschluss voraus. Der Antrag soll eine Länge von 15.000 Zeichen (mit Leerschlägen und Bibliographie) nicht überschreiten. Zur eingehenden Prüfung der Anträge können weitere Unterlagen angefordert werden (Liste der Veröffentlichungen, Dissertationsschrift etc.).

b) Forschungsorientierten Master-Abschlussarbeiten

Anträge für Mobilitätsstipendien im Rahmen von forschungsorientierten Masterarbeiten sollen die Länge von 10.000 Zeichen (inkl. Leerschlägen) nicht überschreiten. An die Stelle des wissenschaftlichen Gutachtens tritt ein Empfehlungsschreiben des akademischen Betreuers oder der akademischen Betreuerin der Abschlussarbeit. An die Stelle des Abschlusszeugnisses tritt ein aktuelles Transcript of Records, das Auskunft über die bisherigen Studienleistungen gibt. Wenn bereits vorhanden, fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte eine Kopie der Anmeldung der Masterarbeit an der Heimatuniversität bei.

Resident-Stipendien

Das DHIP kann im Rahmen seiner Forschungsschwerpunkte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Resident-Stipendien zu mehrmonatigen Aufenthalten an das DHIP einladen. Erklärtes Ziel der Resident-Stipendien ist der wissenschaftliche Austausch mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des DHIP zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts. Einladungen als Resident-Stipendiat werden von der Direktion des DHIP ausgesprochen, die die notwendigen Unterlagen erbittet. Eine Initiativbewerbung um ein Resident-Stipendium ist nicht möglich.

Forschungsstart-Stipendien

Mit Forschungsstart-Stipendien unterstützt das DHIP Forschende in der Vorbereitungs- und Anfangsphase von neuen Projekten.

a) Eugen-Ewig-Stipendium für Postdoktoranden und Postdoktorandinnen

Das DHIP fördert Postdoktoranden und Postdoktorandinnen auf dem Weg zur Professur bei der Beantragung von Drittmitteln. Ziel der viermonatigen Förderung ist die Vorbereitung einer individuellen Projektfinanzierung oder, bevorzugt, einer Forschungsgruppe im Rahmen der inhaltlichen Schwerpunkte des Instituts. Wird ein erfolgversprechender Antrag eingereicht, ist eine Verlängerung des Stipendiums bis zur Entscheidung des Drittmittelgebers, maximal aber um acht Monate möglich.

Für die Vorbereitung des Antrags und im Erfolgsfall für die Durchführung des Projekts stellt das DHIP seine Infrastruktur zur Verfügung, sofern sich die Stipendiatin bzw. der Stipendiat z.B. mit einem Workshop am Institutsalltag beteiligt.

Bewerbungen für das Eugen-Ewig-Stipendium werden jederzeit angenommen. Die Bewerbung soll eine Forschungsskizze (Länge 25.000 Zeichen einschließlich Leerschlägen und Bibliographie) und die oben genannten Unterlagen enthalten. Anstelle von wissenschaftlichen Gutachten können die Adressen von zwei Referenzpersonen eingereicht werden.

Für das Eugen-Ewig-Stipendium kann nach Prüfung ein monatlicher Familienzuschlag nach Vorlage der Geburtsurkunde gezahlt werden. Dieser wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes gewährt  (bei einem Kind: EUR 160,--; bei zwei Kindern: EUR 260,--; bei drei und mehr Kindern: EUR 360,--).

b) Für angehende Promovierende

Das DHIP vergibt einmonatige Forschungsstart-Stipendien für angehende Promovierende, welche die Quellenlage in Pariser Archiven und Bibliotheken zu der von ihnen entworfenen Fragestellung eines Dissertationsvorhabens sichten möchten. Es gelten die Bewerbungsmodalitäten für Mobilitätsstipendien des DHIP, jedoch werden sachgemäß geringere Erwartungen an den Umfang der Bewerbung gestellt. Insbesondere soll der Antrag eine Länge von 10.000 Zeichen (mit Leerschlägen) nicht überschreiten. An die Stelle des wissenschaftlichen Gutachtens tritt ein Empfehlungsschreiben des akademischen Betreuers oder der akademischen Betreuerin der geplanten Dissertation.

Auslandszulage

Das DHIP fördert im Einzelfall mit einer Auslandszulage Stipendiaten und Stipendiatinnen auf Doktoranden- und Postdoktorandenniveau, die sich aufgrund einer Förderung durch eine wissenschaftliche Partnerinstitution des DHIP im außereuropäischen Ausland aufhalten. Eine Bewilligung der Auslandszulage erfolgt ausschließlich im Rahmen von ausgewiesenen Ausschreibungen des DHIP und des jeweiligen wissenschaftlichen Partners. Der Zeitraum der Bewilligung der Auslandszulage ist abhängig von der Förderung durch den wissenschaftlichen Partner.

Bewerbungsmodalitäten

Der Antrag auf ein Stipendium ist an die Institutsleitung zu richten. Das Anschreiben und alle Antragsunterlagen sind in einem einzigen PDF-Dokument zu senden an: foerderung@dhi-paris.fr. Der Jeder Antrag muss genaue Angaben enthalten über:
 

  • das Thema und die Fragestellung des Forschungsprojekts,
  • die Quellen- oder Literaturlage (inkl. Auflistung der einzusehenden Quellenbestände und deren Umfang), die den Aufenthalt im Ausland und seine Dauer begründet,
  • den Stand der Vorarbeiten,
  • den Zeitplan des Forschungsprojekts, insbesondere das Arbeitsprogramm während der Förderung durch das DHIP,
  • das Antrittsdatum und die beantragte Stipendiendauer.


Dem Antrag sind beizufügen

  • ein Lebenslauf, aus dem der akademische Werdegang ersichtlich wird,
  • Angaben über die finanzielle Lage des Antragstellers oder der Antragstellerin (laufendes Einkommen, Stipendien etc.) sowie über eventuell bereits gewährte Förderungen anderer Institutionen für das Forschungsprojekt,
  • Nachweise über erworbene Sprachkenntnisse,
  • eine Erklärung, dass kein bezahltes Arbeitsverhältnis für den beantragten Stipendienzeitraum eingegangen wird,
  • gegebenenfalls ein Nachweis über Einkünfte aus anderen Stipendien während des beantragen Förderzeitraums,
  • eine Bescheinigung der letzten akademischen Qualifikation (Studienabschluss, Promotionsurkunde, Habilitation),
  • ein Gutachten des wissenschaftlichen Betreuers oder der wissenschaftlichen Betreuerin oder eines anderen ausgewiesenen Fachvertreters oder Fachvertreterin. Das Gutachten soll Auskunft geben über die wissenschaftliche Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers und darlegen, in welchem Umfang französische Sprachkenntnisse vorhanden und die Forschungseinrichtungen bereits vertraut sind, die aufgesucht werden sollen,
  • der Nachweis der Krankenversicherung für den Aufenthalt in Frankreich.
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