Frühe Neuzeit

Wandel und Beharrung

Staatsbildung, Politik und Markt in der Vormoderne

Die Forschungsprojekte des DHIP im Arbeitsbereich Frühe Neuzeit decken die gesamte Epoche von Beginn des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ab. Sie zeichnen sich durch ein breites Spektrum an Themenschwerpunkten zur politischen Geschichte, zur Wirtschaftsgeschichte sowie zur Wissens- und Wissenschaftsgeschichte aus. Dabei findet etwa die Rolle Frankreichs als Akteur der frühneuzeitlichen Diplomatie und die Analyse zwischenstaatlicher Kommunikation besondere Beachtung. Wir widmen uns Fragen der Staatsrepräsentation und erforschen die Bedeutung politischer Revolten innerhalb von Staatsbildungsprozessen. Wissensgeschichtliche Ansätze werden etwa durch die Studie medizinischer Praktiken im Frankreich des 17. Jahrhunderts, aber auch in Bezug auf ökonomische und finanzielle Praktiken und Diskurse des 18. Jahrhunderts verfolgt. Dabei steht insbesondere die Rolle Frankreichs für die Ausbildung eines europäischen ökonomischen Ideenmarktes im Vordergrund.

Termine
Online und vor Ort: Les jeudis de l’Institut historique allemand
12.02
Frühe Neuzeit Vortrag

Online und vor Ort: Les jeudis de l’Institut historique allemand

Susanne Lachenicht (Univ. Bayreuth), Savoirs…

Online und vor Ort: Deutsch-französisches Seminar der Frühen Neuzeit
17.02
Frühe Neuzeit Seminar

Online und vor Ort: Deutsch-französisches Seminar der Frühen Neuzeit

Kilian Harrer (IEG Mainz), Les petites bêtes et…

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Georg Autsch, Detail einer Gedenkmünze: Einfall der Franzosen in das Rheingebiet, 1688, Durchmesser 4.5 cm. Nürnberg, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain, https://www.rijksmuseum.nl/en/collection/NG-VG-1-1389.

Die »Verwüstung der Kurpfalz« im Neunjährigen Krieg (1688–1697). Gewaltpraktiken in der Armee Ludwigs XIV. im Südwesten des Heiligen Römischen Reiches

Loïc Oberdorfer

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Eleanor Fortescue-Brickdale (1872–1945), Ankunft der »Filles du Roi« in Québec und ihre Begrüßung durch Jean Talon und Bischof François de Montmorency-Laval, Wikimedia Commons.

Bräute für die Kolonien. Gelenkte Migration in den französischen Atlantikkolonien des 17. und 18. Jahrhunderts

Dr. Eva Seemann

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Hafenansicht aus der Serie »Les vues des ports de France«, erstellt im Auftrag Ludwigs XV. Claude Joseph Vernet, L’Entrée du port de Marseille, 1754, Wikimedia Commons.

Identifying maritime Women. A different History of Seafaring ca. 1650–1850

Dr. Jan Simon Karstens

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Instrumentum Pacis Monasteriense (IPM) mit APW-Logo. (Aus: Der Westfälische Frieden. Das Münsterische Exemplar des Vertrages zwischen Kaiser/Reich und Frankreich vom 24. Oktober 1648, hg. v. Heinz Duchhardt und Franz-Josef Jakobi, Teil I: Faksimile, Wiesbaden 1996. Foto und Collage: Zentrum für Historische Friedensforschung Bonn, 2021)

Vom Vertrag zum Frieden. Die französische diplomatische Korrespondenz zum Westfälischen Frieden (26. Oktober 1648–23. Februar 1649)

Dr. Albert Schirrmeister

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Frederik de Wit, Archiepiscopatus et electoratus Trevirensis […], Karte des Erzbistums Trier und der benachbarten Gebiete, Wikimedia Commons.

Pays de Guerre/Kriegslande. Okkupationspolitik und Kleiner Krieg in Trier und Luxemburg 1701–1714

Dr. Jan Simon Karstens

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Archives nationales, Pierrefitte-sur-Seine, D/VI/2, Projekt zur Liquidierung der Schulden gegenüber dem Staat. 1 Dokument. Ohne Datum.

The Cosmology of Markets. Speculation in Eighteenth Century Europe

Dr. Christine Zabel

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Das Team der Abteilung Frühe Neuzeit

Abgeschlossene Projekte

Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses des Herzogs Emmanuel de Croÿ (1718–1784)

In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)-Archivamt Münster hat das DHIP den Nachlass des Herzogs Emmanuel de Croÿ (1718–1784) erschlossen und digitalisiert.


Bildnachweis Header: Photo © RMN-Grand Palais (Château de Versailles) / Gérard Blot