DHI RSS Array de_DE DHI-Paris Mon, 13 Jul 2026 02:37:52 +0200 Mon, 13 Jul 2026 02:37:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-18332 Thu, 25 Jun 2026 15:51:00 +0200 Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in für unsere Abteilung Mittelalter (m/w/d) https://karriere.maxweberstiftung.de/jobposting/2614639ec66a351e079737b7813928c73de69fa50 Die befristete Qualifikationsstelle (3+3 Jahre) erlaubt die selbstständige Arbeit an einem Forschungsprojekt (Habilitation, Second Book). Stellenangebote news-18298 Fri, 12 Jun 2026 15:22:03 +0200 Call for Papers: Söldnertum und Fremdenlegionsdienst. Eine deutsch-französische Verflechtungsgeschichte (19.–21. Jahrhundert) https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-soeldnertum-und-fremdenlegionsdienst-eine-deutsch-franzoesische-verflechtungsgeschichte-19-21-jahrhundert.html 29.–30. September 2026 Ort: DHIP

Die Geschichte des Söldnertums in der europäischen Moderne ist eng mit der deutsch-französischen Geschichte verflochten. Von ca. 350.000 Soldaten, die zwischen 1870 und 1962 in der französischen Fremdenlegion dienten, stammten mit ca. 125.000 mehr als ein Drittel aus dem deutschsprachigen Raum. Bereits vor der Gründung der Légion étrangère am 10. März 1831 standen deutschsprachige Söldner während Jahrhunderten in französischem Militärdienst (beispielsweise während der Burgunderkriege 1474–1477, als Gardes Suisses während der Bourbonendynastie oder als Soldaten während den Napoleonischen Kriegen 1792–1815). Deutschsprachige Fremdenlegionäre kämpften unter französischer Fahne in Konflikten innerhalb Europas und in imperialen Abenteuern in Mexiko, vor allem jedoch in unterschiedlichen Kolonialkriegen in Afrika und Asien. Ihre Präsenz machte stellenweise knapp über die Hälfte des gesamten Legionspersonals aus und ist somit auch eine bedeutsame Facette deutschsprachiger Kolonialgeschichte ohne Kolonien.

Jenseits der individuellen Erfahrungen der Legionäre und ihrer kollektiven Bedeutung als »manpower« für koloniale Kriege, beeinflussten politische Diskurse über die französische Fremdenlegion auch die deutschsprachige und französische Literatur und Populärkultur des 19. und 20. Jahrhunderts. Ab den 1880er-Jahren verbreitete sich im deutschsprachigen Raum das Genre der »Anti-Legionsliteratur«, französischsprachige Söldnermemoiren wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Fortsetzungsromane in Tageszeitungen abgedruckt und im 20. Jahrhundert führten gerade auch deutsche und französische Filmadaptionen zu einer Transnationalisierung der medialen Legionsdiskurse.

Das CIERA-Juniorkolloquium beabsichtigt, insbesondere die deutsch-französische, aber auch die europäisch-globale Verflechtungsgeschichte von Söldnertum und Fremdenlegion ab dem langen 19. Jahrhundert sichtbar zu machen und interdisziplinär zu thematisieren. Doktorierende und Postdocs, sollen dabei die Gelegenheit erhalten, ihre Forschungsprojekte mit anderen Forschenden und erfahrenen Expert:innen in einem interdisziplinären Rahmen zu diskutieren.

Mögliche Beiträge könnten sich unter anderem (aber nicht ausschließlich) auf folgende Themenfelder fokussieren:

- Motivation und Sozialprofil von Fremdenlegionären, Legion als Migration und military labour
- Kriegs- und Alltagserfahrungen im transkulturellen Raum Fremdenlegion
- Deserteure und Antikolonialismus
- die Fremdenlegion(en) als »Männerbund«? Gender, Männlichkeitsdiskurse und Körperpraktiken, Frauen und Fremdenlegion(en)
- mediale Rezeption und kulturelle Produktion zu Fremdenlegion(en) - Die Fremdenlegion als Motiv von deutschen und französischen Literatur-, Film- und Theaterproduktionen
- koloniale Gewalt und transimperiale Aspekte der Fremdenlegionsgeschichte
- »alte« und »neue« Fremdenlegionen? Söldnertum im 21. Jahrhundert und die Kriege der Gegenwart

Das geplante Juniorkolloquium wird auf Französisch und Deutsch vorbereitet und auch zweisprachig durchgeführt werden. Die Referierenden können in ihrer präferierten Sprache vortragen. Sämtliche Abstracts und Informationen werden jeweils zweisprachig den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Englischsprachige Beiträge sind auch willkommen. 

Organisiert von

Carla-Maëlys Barboutie (DHIP/ Univ. Grenoble)
Jannis Girgdies (Berlin)
Valeria Vollmer (Univ. Zürich)

Teilnahmebedingungen

Die Veranstaltung wird am 29. und 30. September 2026 am Deutschen Historischen Institut in Paris stattfinden und richtet sich in erster Linie an deutsch- und französischsprachige Doktorierende und Postdoktorierende der Geschichtswissenschaften, der Soziologie, der Politik-, Literatur-, Theater- und Filmwissenschaften sowie der Kunstgeschichte, die sich in ihren Forschungsprojekten mit den Themen »Söldnertum« und »Fremdenlegionsdienst« auseinandersetzen.

Interessierte Doktorierende und Postdoktorierende werden gebeten dem Organisationskomitee ein Abstract für einen Beitrag (ca. 300 Wörter) und eine Kurzbiografie bis zum 08.07.2026 an folgende E-Mailadresse: ciera_colloque_sept2026@proton.me zuzusenden. Die Rückmeldung des Organisationskomitees erfolgt bis zum 15.07.2026.

» Call for papers (pdf)

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Wissenschaftliche Angebote
news-18296 Fri, 12 Jun 2026 13:10:00 +0200 Call for Papers: Mit den Archiven des Pariser Parlaments (13.–15. Jahrhundert) arbeiten: Quellen, Methoden und Forschungsperspektiven https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-mit-den-archiven-des-pariser-parlaments-13-15-jahrhundert-arbeiten-quellen-methoden-und-forschungsperspektiven.html 9.–11. Juni 2027 Ort: Archives nationales und Deutsches Historisches Institut Paris

Das Pariser Parlament zählt zu den bedeutendsten Produzenten von Archivgut des Mittelalters. Die Vielfalt der beteiligten Akteure sowie der vor dem Parlament ausgetragenen Konflikte hat dazu beigetragen, dass diese Quellenüberlieferung Forschungsarbeiten weit über die Geschichte der mittelalterlichen Rechtsprechung und der Verfahrenswise hinaus angeregt hat. Sie eröffnet so neue Perspektiven für die Politik-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte.

Diese Tagung verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die mit den Beständen des Pariser Parlaments arbeiten, zusammengebracht werden, um auf der Grundlage eines erneuerten Zugangs zu den Archiven neue Forschungsperspektiven zu diskutieren. Zum anderen soll die Tagung die Nutzung der im Laufe der Zeit entwickelten vielfältigen Forschungsinstrumente untersuchen und Perspektiven für die Entwicklung zukünftiger Instrumente aufzeigen.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens werden mehrere thematische Schwerpunkte vorgeschlagen:

1: Die Parlamentsarchive im Dienste der Parlamentsgeschichte
2: Die Parlamentsarchive im Dienste anderer Forschungsperspektiven
3: Methoden, Instrumente und digitale Experimente

Teilnahmebedingungen

Zwei Vortragsformate sind möglich: ein Kurzvortrag (20 Minuten) zur Präsentation von Forschungsprojekten und -perspektiven, oder ein längerer Vortrag (30 Minuten) für ausführlichere Präsentationen von Methoden oder Ergebnissen. Die Vorschläge (ca. 20 Zeilen, auf Französisch oder Englisch) sollen die Einordnung in die vorgeschlagenen thematischen Schwerpunkte sowie das geplante Beitragsformat enthalten und von einer kurzen bio-bibliographischen Notiz begleitet werden.

Die Beiträge sind bis zum 15. September 2026 an folgende Adresse zu senden: parlement2027@gmail.com.

Die Tagung findet vom 9. bis 11. Juni 2027 in Paris in den Archives nationales und am DHIP statt. Die Kosten für Reise und Unterkunft werden bei erfolgreicher Einwerbung von Drittmitteln durch die Veranstalter übernommen. Eine Publikation ist vorgesehen.

Organisiert von 
Lionel Germain (CNRS - IHD Jean Gaudemet/CEHJ)
Elisabeth Schmit (Univ. Paris 1 Panthéon-Sorbonne - LaMOP)
Pauline Spychala (DHIP)
Mathieu Stoll (Archives nationales)

› Zur Ausschreibung

Bildnachweis: Archives nationales, Grands Dépôts, Photo Lionel Germain

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Aktuelles Wissenschaftliche Angebote
news-18283 Mon, 08 Jun 2026 16:55:30 +0200 Ausschreibung: Karl-Ferdinand-Werner-Fellowship https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/ausschreibung-karl-ferdinand-werner-fellowship-1.html Förderung kurzer Forschungsaufenthalte von Historikerinnen und Historikern am Wissenschaftsstandort Paris Das DHIP vergibt zweimal jährlich das Karl-Ferdinand-Werner-Fellowship, welches Forschungsaufenthalte von Historikerinnen und Historikern am Wissenschaftsstandort Paris fördert. Vertreterinnen und Vertreter historisch arbeitender Nachbarwissenschaften, deren Forschungsanliegen interdisziplinär ausgerichtet und für die Arbeitsfelder des DHIP relevant sind, können sich ebenfalls bewerben. Die Dauer der Aufenthalte beträgt zwischen einer und vier Wochen.

Die Fellows wohnen im Institutsgebäude und erhalten Anbindung an die Instituts- und Bibliotheksinfrastruktur.

Nächster Bewerbungsschluss: 15. September 2026

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Wissenschaftliche Angebote
news-18235 Tue, 19 May 2026 13:10:52 +0200 Call for Papers: Moving People by Force - Comparing the Claims and Constraints of Deportation and Transportation in the Early Modern World https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-moving-people-by-force-comparing-the-claims-and-constraints-of-deportation-and-transportation-in-the-early-modern-world.html May 12–14, 2027 Location: German Historical Institute Paris

Forced mobility constituted a significant share of global mobility in the Early Modern period (1500–1800). This category includes not only the mass trafficking associated with the Transatlantic slave trade and displacement in the wake of armed conflicts or religious persecution, but also deportations, forced resettlements, penal transportation, and other forms of coerced mobility organised and carried out by the authorities, primarily on their own subjects.

This conference brings together researchers from different fields who share an interest in these forms of Early Modern forced mobility and to foster a global, comparative perspective on these phenomena. It takes a systematic look at the genesis and functioning of different practices of sending people away, of deporting or transporting them. In doing so, the conference contributes to a better understanding of practices of governance during the Early Modern Period while simultaneously focusing on the experiences and potential agency of the people subjected to these practices. By bringing together case studies from across the Early Modern world and placing them in systematic dialogue, the conference seeks to move beyond established regional and disciplinary boundaries towards a comparative history of forced mobility that is attentive to both the claims and constraints of coercive power, and the people who were subject to it.

 

Organizers
Eva Seemann (GHI Paris)
Florian Kühnel (IEG Mayence)
Eva Marie Lehner (Univ. Bonn)
Falk Bretschneider (EHESS)

 

Modalities

We welcome contributions in English or French. Each proposal should include a tentative title, a short CV and an abstract of no more than 350 words. Please send these documents in one PDF file by July 12, 2026, to : eseemann@dhi-paris.fr

Travel and accommodation costs will be covered for active participants, subject to funding approval. The conference is planned as an on-site event.

 

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Wissenschaftliche Angebote
news-18229 Tue, 19 May 2026 09:26:35 +0200 Call for Papers: Displaying Flags in the Interwar Years. Practices, Emotions, and Conflicts in the Visual Appropriation of Space (1918–1939) https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-18.html 16–17 November 2026 Location: Paris

This workshop seeks to explore the evocative, affective, and conflictual potential of flag displays across settings ranging from the local to the international, as expressed through colours associated with states, nationalist movements, political organizations, and related actors (Dommanget, 1967; Elsbach, 2019). It opens onto the study of how political space was appropriated in diplomatic, national, and colonial contexts (Virmani, 1999, 2008; Hernández Navarro, 2017). This means paying attention not only to the expected sites of power and diplomacy, but also to borderlands, streets, sites of celebration, mourning, or mobilization, sporting events, and other public gatherings. While national flags are central to this reflection, proposals dealing with broader dispositifs involving pennants, garlands, streamers, or other visual forms in the colours of organizations conveying a political message are equally welcome.

The organizers therefore invite proposals that examine, without geographical restriction, the political, diplomatic, social, and cultural implications of flag displays in the interwar period. Contributions may also address the specific forms this phenomenon took during these years while considering territorial disparities and the factors that shaped them. Moreover, close consideration may be given to the ways in which flag display transformed the environment, especially the urban environment, and consequently the “mental landscape” of the populations moving through these spaces.

Particular attention will be paid to papers addressing the relationship between flag displays, identity formation, and political emotions. Possible themes include, but are not limited to:

  • the intended effects of flag displays and/or the ways in which they were perceived by contemporaries;
  • the diplomatic uses of flags and emblems during state visits, official receptions, conferences, and within international organizations;
  • flag displays as practices of marking border spaces or asserting sovereignty, especially in contested, newly integrated, or colonial territories;
  • the militant and partisan uses of flags, emblems, and pennants during political gatherings, as well as the occasions, locations, and conditions of their deployment;
  • the appropriation and political acceptance of emblems, as well as gestures of contestation, desecration, or removal;
  • the political and legal conflicts, as well as police intervention, prompted by flag displays.

The workshop does not privilege any single methodological approach and welcomes proposals drawing on a variety of perspectives, including comparative, transnational, and microhistorical ones. Particular attention will be given to contributions based on the analysis of visual sources, as well as on testimonies that make it possible to reconstruct the perception and reception of flag displays.

Those interested are invited to complete the following form by June 7, 2026:
https://framaforms.org/pavoiser-dans-lentre-deux-guerres-1775744795

The working languages of the workshop will be French and English. In order to facilitate discussion and the publication of the workshop proceedings, participants will be asked to submit a draft paper in English three weeks before the event.

Organizers:

Alexandre Bibert (German Historical Institute Paris)
Isabelle Davion (Sorbonne Université, UMR Sirice)
François Robinet (Université Savoie Mont Blanc)

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Wissenschaftliche Angebote
news-18213 Wed, 13 May 2026 12:21:51 +0200 Call for papers: Failing Male Bodies. Body, Gender, and Masculinities in the Medieval West (4th-15th Centuries) https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-failing-male-bodies-body-gender-and-masculinities-in-the-medieval-west-4th-15th-centuries.html 28–29 January 2027, GHIP What reconfigurations of gender identities do mutilations and, more broadly, the failings of the male body, give rise to? This is the question that the conference, which will take place on January 28 and 29, 2027, at the German Historical Institute in Paris, intends to address. By focusing on the Latin West and its peripheries, we will examine continuities and ruptures, as well as the circulation of models of masculinity between Late Antiquity and the late Middle Ages.

Historiography has highlighted the importance placed on the body in the practices and discourses produced by medieval societies regarding masculinity. Numerous expectations are thus placed on the body, for example among lay people (physical strength, active sexuality, hairiness). From these physical criteria stems a set of representations that shape the socially gendered roles and behaviours attributed to men. Yet men’s bodies are vulnerable to accidents. The repercussions of war, illness, or disability can impair an individual’s physical abilities, just as natural aging can diminish them. Certain bodily injuries may be inflicted voluntarily following a judgment, result from a criminal act, or be the consequence of violent conflict. Lastly, other voluntary amputations may result from a medical procedure, or, more rarely, from self-inflicted mutilation. These reflections have been revisited in recent years within the field of disability studies, which offer new frameworks for interpreting medieval bodies.

These attacks on male bodies lead to a reconfiguration between hegemonic masculinities and other forms of masculinity. In some cases, the diminished or mutilated body can contribute to challenging masculinity, or even, voluntarily, to publicly degrading it. However, the consequences of these physical impairments should not always be thought of as negative. They can also be viewed by those involved as a desirable event: the voluntary castrations of certain clergymen are a means of freeing oneself from the torments of the body.

In order to understand the relationship between bodies and masculinities, a wide range of textual, archaeological, and iconographic sources will be drawn upon. The proposed chronological scope spans from Late Antiquity – when Christianity became the dominant faith and changed the way bodies were perceived – to the end of the Middle Ages, a period marked by a strengthening of gender polarity and a harsher condemnation of deviance and difference. Papers may address one or more of the following themes, which are not exclusive.

A first focus concerns gender and bodily care: injured or failing bodies require specific care. The failure of the male body implies an adjustment for the person and those around them, and these measures constitute gendered arrangements that would be worth highlighting, by linking them to a history of bodies and gender.

A second theme will focus on the link between afflicted bodies and the legitimacy to exercise power. We will examine how physical injuries or disability, by undermining masculinity, might have contributed to weakening the political authority of princes. Attacks on markers of masculinity thus prove to be effective weapons in political conflicts. It will also be important to examine how discourses on the body reflect social and political practices as much as they serve discursive purposes designed to legitimise or challenge the authority of the powerful.

Finally, a third approach will examine the various forms of masculinity – which, in the medieval period, often corresponded to different social groups – and the demands they placed on the body. We might first consider this in relation to laypeople. Among the elite, masculinity was largely expressed through military exploits. But what of the inermes, who do not bear arms and whose bodies may be worn down by labour? As for members of the clergy, they must maintain a form of bodily purity in contrast to a secular masculinity defined by reproductive sexuality. In this regard, the 11th and 12th centuries provided an opportunity for the Church to promote a new model of clerical masculinity.

Submission Guidelines

Paper proposals, limited to one page, must include a working title and a short biography. They must be submitted by email no later than July 1st, 2026, to all three members of the organizing committee, using the following addresses: jaudebrand@dhi-paris.fr ; margot.laprade@univ-paris1.fr ; valentine.ferreira@sorbonne-universite.fr. Presentations, lasting 25 minutes, may be delivered in French, English, or German. A publication is being considered.

Organizing committee

Justine Audebrand (GHIP)
Valentine Ferreira (Centre Roland Mousnier - Sorbonne Université)
Margot Laprade (Laboratoire de médiévistique occidentale de Paris (LaMOP) – univ. Caen-Normandie)

» Call for papers (pdf)

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Wissenschaftliche Angebote
news-18163 Wed, 15 Apr 2026 10:37:52 +0200 Deutsch-französische Schreibwerkstatt https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/deutsch-franzoesische-schreibwerkstatt.html Der Workshop verfolgt das Ziel, individuelle Schreibstrategien zu entwickeln. In Kooperation mit dem CIERA

Zielgruppe: Masterstudierende | Doktoranden | Postdoc
Datum: 22/06/2026 - 26/06/2026
Bewerbungsfrist: 04/05/2026
Ort: Moulin d'Andé (Normandie, Frankreich)

DEUTSCH-FRANZÖSISCHER WORKSHOP

Die Beherrschung wissenschaftlichen Schreibens, sei es bei einem Forschungsprojekt, der Doktorarbeit oder einem Artikel, erfordert spezifische Fähigkeiten in der schriftlichen Formulierung und Kommunikation. Insgesamt verfolgt der Workshop das Ziel, individuelle Schreibstrategien zu entwickeln, mittels derer die Schreibphase als eine konstruktive und stimulierende Erfahrung erlebt werden kann und die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Fertigstellung des Manuskripts stärken.

Schwerpunkte

  • Überblick und Strukturierung von Ideen und Material
  • Entwicklung und Stärkung des roten Fadens im Manuskript
  • Überwindung der „Angst vor dem weißen Blatt“
  • Identifizierung von Unterschieden zwischen dem deutschen und französischen Wissenschaftsdiskurs

Ablauf

Der fünftägige Workshop wird von zwei deutsch-französischen Expert:innen geleitet. Den Nachwuchsforschenden werden Schreibtechniken vermittelt, um den Schreibprozess effizienter zu gestalten, die unterschiedlichen Phasen (und ihre Gefahren) zu identifizieren und Blockaden zu überwinden. Die Schreibwerkstatt bietet zudem Gelegenheit für einen Austausch über die Besonderheiten des deutschen und französischen Wissenschaftsdiskurs und die Herausforderungen des wissenschaftlichen Schreibens in einem binationalen Kontext.

Teilnahmebedingungen

  • Für den gesamten Workshop wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 50 € erhoben.
  • Die Arbeitssprachen sind Französisch und Deutsch. Die zumindest passive Beherrschung beider Sprachen (mind. B1-Niveau) wird vorausgesetzt.  
  • Die Bewerbenden verpflichten sich, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen. Sie erhalten eine Bescheinigung, mit der sie den Workshop gegebenenfalls als Leistungsnachweis an ihrer Universität anerkennen lassen können.
  • Voraussetzung für Nachwuchsforschende, die an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, ist die vorherige Registrierung (bzw. Rückmeldung) auf der Seite des CIERA für das laufende akademische Jahr.
  • Interessierte können sich auf der Seite des CIERA anmelden. Die in einer PDF-Datei hochzuladenden Bewerbungsunterlagen enthalten einen akademischen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (jeweils 1 Seite max.).

Reisekosten

Die Fahrtkosten können nach Vorlage der Fahrkarten in Höhe von maximal 110 € für aus Frankreich Anreisende und 140 € für Teilnehmende aus dem Ausland übernommen werden.
Das CIERA übernimmt die gesamten Kosten für die Unterbringung und Verpflegung im Moulin d’Andé (Normandie).

Kontakt

Viktoria Lühr
viktoria.luhr@sorbonne-universite.fr

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Epochenübergreifend Workshop
news-18145 Thu, 09 Apr 2026 15:34:59 +0200 Call for papers: Miasa workshop on female academic careers in Africa https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-miasa-workshop-on-female-academic-careers-in-africa.html Univ. of Ghana, Accra Where: Univ. of Ghana, Accra
When: 8–10 July 2026
Application deadline: 19 April 2026 


The Merian Institute for Advanced Studies in Africa (Miasa) is inviting applications for its 9th workshop on female academic careers in Africa, which will take place from 8 to 10 July 2026 at the University of Ghana (UG), Legon, Accra. This workshop is organised in cooperation with the German Historical Institute Paris (GHIP), the Centre for Gender Studies and Advocacy (CEGENSA, UG), and the Marc Bloch Centre Berlin (CMB).
MIASA is based on a cooperation between UG and four German partners. The institute is located on UG’s Legon campus. MIASA is sponsored by the German Federal Ministry of Research, Technology and Space (BMFTR) and co-funded by the University of Ghana.

This workshop welcomes early- and mid-career female academics who are affiliated in the Social Sciences and Humanities with universities or research institutes across the African continent. Applicants should hold a PhD (to up to twelve years after having completed their PhD). We are open to a broad range of disciplines within the range of social sciences and humanities and appreciate, in particular, applicants whose research is related to one or more of MIASA’s research themes (see the website: miasa.ug.edu.gh/research-profile/).


The workshop offers time and space to discuss the challenges and opportunities for women in academia in African contexts. Participants from Ghana and other African countries will be accompanied by a professional coach through different thematic modules (among them professional relationships, power dynamics, work-life balance). The coaching supports participants in reflecting about how to deal with different challenges in their professional contexts, to define their own working and leadership style and to develop strategies to seize professional opportunities. The workshop focuses on the university environment and academic practice. The workshop also includes a public round table discussion.

Selection criteria:
  • Completed PhD, academic excellence and career perspectives
  • Research profile and thematic links with MIASA.


The organising committee will select a group of 16 female researchers from different disciplines, countries and at different career stages (early to mid-career). The workshop will take place in Accra and will be conducted in English.

Applications:

  1. All applicants must complete this online application form: framaforms.org/miasa-female-academic-careers-in-africa-2026application-form-1773873134
    All fields of this form must be completed. Then press the ‘submit’ button (=SOUMETTRE). A second page will appear which you can close.1
    1 The form may not work using a phone. In this case, please try first again by using a computer. In rare cases you may also encounter other technical issues with this form. Based on our experience, they are country-specific (for instance, Morocco). In this case, please contact the organising team.
  2. In addition, the following documents must be sent as a single PDF file to workshop-miasa@dhi-paris.fr, including
    1. Motivation letter (please present your overall professional profile and indicate the two main reasons why you would like to participate in this workshop). 
    2. Research profile, max. 500 words (please briefly describe your main research themes; focus on your own research themes that you are currently working on). 
    3. CV (max. 2 pages), including a list of max. 10 publications.

All documents must be assembled in one single PDF file. The PDF file must be named with your surname and first name: Surname_first name_atelier2026.pdf.
Applications that do not comply with these formal criteria will be excluded.

Miasa will cover participants’ travel expenses (economy class flight, local transport), meals and accommodation for participants from outside Accra.
Scientific and organisational team:

  • Grace Diabah (UG, MIASA)
  • Susann Baller (CMB)
  • Deborah Atobrah and Abena Kyere (UG, CEGENSA)
  • Charlotte Wrigley-Asante (UG, Dep. of Geography and Ressource Development)
  • Mathilde Ackermann and Eleonora Marchioni (GHIP)

Reports on past workshops of this series: miasa.hypotheses.org/3605 (2018–2021); miasa.hypotheses.org/4081 (2022–2024); miasa.hypotheses.org/2900 (roundtable in 2024)

» Call for papers (pdf)

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Wissenschaftliche Angebote
news-18060 Wed, 08 Apr 2026 15:46:00 +0200 Call for Papers: Raul Hilberg, a Historian and his Century https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-raul-hilberg-a-historian-and-his-century.html Writing the History of the Holocaust Then and Now Internationale Tagung
Paris, 8.–10. November 2026

Organisation: Florent Brayard, Groupe Histoire et historiographie de la Shoah, Centre de recherches historiques (EHESS-CNRS) ; Jürgen Finger, Deutsches Historisches Insitut Paris ; Julie Maeck, Mémorial de la Shoah ; Agnieszka Wierzcholska, Centre d’’histoire de Sciences Po. 

Der renommierte Holocaust-Historiker Raul Hilberg wurde vor genau einem Jahrhundert geboren. Dieses Jubiläum bietet die Gelegenheit, das Werk Hilbergs zu diskutieren, der zweifellos eine der einflussreichsten Figuren der Geschichtsschreibung zur Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden durch das NS-Regime ist.

Sein bahnbrechendes Werk Die Vernichtung der europäischen Juden (1961) war lange Zeit die einzige systematische und detaillierte Darstellung der Struktur dieses Völkermords und der NS-Vernichtungspolitik. Zwei Jahrzehnte später erst wurde es in überarbeiteter und erweiterter Fassung ins Französische und Deutsche übersetzt. Es ist heute in mehreren Sprachen (Italienisch, Spanisch, Polnisch, Hebräisch) erhältlich. Seine Bedeutung für das Verständnis der Geschichte des Holocaust sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in der akademischen Welt ist nicht zu unterschätzen. Dies gilt auch für Hilbergs spätere, stärker thematisch fokussierte Veröffentlichungen, insbesondere für Perpetrators, Victims, Bystanders (1992).

Ziel des Symposiums ist es, Raul Hilbergs’ berufliche Laufbahn und sein Werk aus einer Vielzahl von Blickwinkeln neu zu beleuchten und dessen Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Forschung zum Holocaust und, allgemeiner, zu Völkermorden zu bewerten. Wir haben drei Hauptinteressensgebiete identifiziert: Hilbergs Leben und Karriere, die Produktion von Wissen über den Holocaust in seinem bahnbrechenden Werk The Destruction of the European Jews und in späteren Studien sowie sein Einfluss auf die Holocaust-Forschung, aber auch die gelegentliche mangelnde Anerkennung seiner Arbeit.

Bewerbungsfrist: 15. April 2026
Zur Ausschreibung

Bildnachweis: Umschlag der Originalausgabe von Raul Hilbergs The Destruction of the European Jews (1961, Quadrangle Books).

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Wissenschaftliche Angebote
news-18105 Wed, 01 Apr 2026 10:14:26 +0200 Call for Papers: Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-euro-mediterranean-entanglements-in-medieval-history-1.html Online Seminar Series by the German Historical Institutes in London, Paris, Rome and Warsaw Applications accepted until June 8, 2026!

Thursdays 5.00-6.00 PM CET

Dates: 
September 24, 2026
November 26, 2026
January 28, 2027
March 25, 2027
May 27, 2027

Location:
Online Zoom

The German Historical Institutes of London, Paris, Rome and Warsaw host the online seminar series “Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History”. Its aim is to foster the exchange of new ideas and perspectives among early career and established scholars from all fields of medieval studies. Sessions will take place every two months and provide an international and interdisciplinary forum for presenting and discussing a wide range of topics and methodological approaches.

Each session begins with a 10-minute keynote in which speakers present their current or recently completed research, followed by a 10-minute commentary from an invited expert. This serves as the basis for a subsequent 40-minute discussion with the online audience.

We cordially invite interested researchers to submit an abstract (1–2 pages) and short curriculum vitae (including a list of publications, where possible) by June 8, 2026 to jaudebrand@dhi-paris.fr and wolf@dhi-roma.it.

Topics
The geographical scope is deliberately broad, encompassing Europe and the Mediterranean region in its widest sense. It also considers connections between the Euro-Mediterranean area and other world regions. The following topics are of particular interest:

  1. cross-regional, transcultural, and interreligious entanglements (processes/results)
  2. overlapping spaces: between geographic borders and cultural contacts
  3. social networks and interpersonal relations
  4. mobility and migration
  5. transfer, diffusion and adaptation (of ideas, knowledge and material objects)

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Wissenschaftliche Angebote
news-18048 Thu, 05 Mar 2026 16:33:03 +0100 Herbstkurs 2026 https://www.hist.uni-heidelberg.de/de/newsroom/introduction-a-lallemand-comme-langue-de-recherche-et-a-la-pratique-de-la-recherche-en-allemagne Deutsch als Wissenschaftssprache und wissenschaftliche Arbeit in Deutschland Wissenschaftliche Angebote news-18046 Thu, 05 Mar 2026 16:18:01 +0100 Mediävistik in München 2026 https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/mediaevistik-in-muenchen-2026.html Einblicke in die Arbeit deutscher Forschungsinstitutionen zur mittelalterlichen Geschichte Wann: 23.–27. August 2026 in München
Bewerbungsschluss: 1. Juni 2026


Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) organisiert 2026 eine Studienreise nach München für Studierende und Promovierende deutscher und französischer Universitäten und Hochschulen.

Die Studienreise bietet deutschen und französischen Studierenden und Promovierenden der mittelalterlichen Geschichte mit guten Grundkenntnissen in der jeweils anderen Sprache die Möglichkeit, einen vertieften Einblick in das deutsche Wissenschaftssystem zu gewinnen und auf diese Weise den akademischen Austausch zu fördern.

Geplant sind Besuche der Monumenta Germaniae Historica, des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Ludwig-Maximilians-Universität, der Bayerischen Staatsbibliothek, des Zentralinstituts für Kunstgeschichte sowie des Historischen Kollegs.

Eine Teilnahmebescheinigung kann ausgestellt werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 50,- EUR. Die Reisekosten (üblicherweise Bahnfahrt, 2. Klasse, bis max. 150,- EUR) und Übernachtung (in der Regel im Doppelzimmer) werden vom DHI Paris getragen.

Die Bewerbungsunterlagen müssen einen tabellarischen Lebenslauf sowie ein kurzes Motivationsschreiben enthalten. Sie sind bis zum 1. Juni 2026 unter dem Stichwort »Mediävistik in München« an Frau Dr. Justine Audebrand zu richten: Jaudebrand@dhi-paris.fr.

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Wissenschaftliche Angebote
news-17966 Fri, 06 Feb 2026 14:55:42 +0100 Promotionsstelle (w/m/d) https://karriere.maxweberstiftung.de/jobposting/bcc1a9d4e8431da0020891f613d928a2abc934af0 Die Stelle (24 Std./Woche) erlaubt die Konzeption und Durchführung eines Promotionsprojekts (drei Jahre) oder dessen Abschluss (ca. ein Jahr) Stellenangebote news-17942 Wed, 28 Jan 2026 18:39:09 +0100 Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in für unsere Abteilung Neueste Geschichte und Zeitgeschichte (m/w/d) https://karriere.maxweberstiftung.de/jobposting/9cce2094fd2ff588719b252f2604c023c385115d0 Befristete Qualifikationsstelle (TVöD 13), zunächst 3 Jahre Stellenangebote news-17939 Tue, 27 Jan 2026 17:20:44 +0100 Kooperationsvertrag unterzeichnet https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/kooperationsvertrag-unterzeichnet.html FMS-DHIP-Stipendium zur Erforschung der Shoah in Frankreich und Westeuropa Im Rahmen einer neuen Kooperation fördern die Fondation pour la Mémoire de la Shoah und das DHIP eine:n Forschenden aus dem deutschsprachigen Raum, der/die über die Shoah in Frankreich und Westeuropa arbeitet.

Bewerbungsschluss: 1. April 2026.

Anlässlich des jährlichen Seminars für Stipendiatinnen und Stipendiaten der Fondation pour la Mémoire de la Shoah (FMS) in den Räumen des DHIP haben Philippe Allouche, Generaldirektor der FMS, und Klaus Oschema, Direktor des DHIP, am 21. Januar 2026 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Dieser sieht ab dem akademischen Jahr 2026/27 die Vergabe des FMS-DHIP-Stipendiums zur Erforschung der Shoah in Frankreich und Westeuropa vor.

Die Förderung wird in der Regel einmal je akademisches Jahr vergeben. Das Angebot richtet sich an Promovierende und Postdocs, die an einer deutschen Universität angebunden sind und die einen einjährigen Forschungsaufenthalt in Paris anstreben. Bewerbungen aus anderen deutschsprachigen Ländern sind möglich. Die Förderung umfasst ein Stipendium der FMS, das im Rahmen des regulären Förderprogramms der Fondation vergeben wird. Das DHIP leistet einen Mobilitätszuschlag und stellt einen Arbeitsplatz zur Verfügung. Der oder die Stipendiat:in kann die Infrastrukturen des Instituts nutzen und nimmt am akademischen Leben des DHIP teil.


Die Fondation pour la Mémoire de la Shoah (FMS) ist eine als gemeinnützig anerkannte private Stiftung. Ihr Stiftungsvermögen stammt aus der Rückgabe von nachrichtenlosen Vermögenswerten, die während des Zweiten Weltkriegs von französischen Juden enteignet worden waren. Mit den Erträgen aus dem Stiftungsvermögen unterstützt die Stiftung die Aktivitäten des Mémorial de la Shoah (Paris, Drancy und an anderen Orten) und beteiligt sich an der Finanzierung von Projekten mit dem Ziel, das Wissen über die Shoah zu erweitern, Überlebenden in Not zu helfen, das Erbe der jüdischen Kultur weiterzugeben, Antisemitismus zu bekämpfen und den interkulturellen Dialog zu fördern.

Das Deutsche Historische Institut (DHIP), gegründet 1958, ist ein historisches Forschungsinstitut im Zentrum von Paris. Das DHIP betreibt eigene Forschung und unterstützt gleichzeitig Forscherinnen und Forscher, die zur westeuropäischen Geschichte arbeiten und dazu Recherchen in Frankreich oder Deutschland vornehmen. Weitere Schwerpunkte sind die Digitale Geschichtswissenschaft und die Geschichte Afrikas. Durch seinen Standort, sein internationales Team und sein dichtes Netz an Kooperationspartnern vermittelt das DHIP zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen und fördert eine international ausgerichtete Geschichtsschreibung. Forschenden unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher methodischer Ausrichtung und unterschiedlichen Alters den Austausch und den Dialog zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe des Instituts.

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Wissenschaftliche Angebote
news-17913 Thu, 15 Jan 2026 11:27:32 +0100 Deutsch-französischer Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/deutsch-franzoesischen-geschichtspreis-fuer-master-abschlussarbeiten-1.html 12. Verleihung des Preises Das Deutsche Historische Institut Paris verleiht 2026 zum zwölften Mal den deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten.

Eingereicht werden können Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 an einer Hochschule in Deutschland oder Frankreich als Master-Abschlussarbeit (oder Äquivalent, z. B. Zulassungsarbeit zum Staatsexamen) in den Geschichtswissenschaften oder einer historisch arbeitenden Disziplin verteidigt und mit einer Note von »gut« bis »sehr gut« (in Frankreich 14/20 und besser) bewertet worden sind. Der Untersuchungsgegenstand soll bei einer Einreichung an einer deutschen Hochschule der französischen Geschichte, hingegen bei einer Einreichung an einer französischen Hochschule der deutschen Geschichte entnommen sein oder für beide Fälle der deutsch-französischen bzw. europäischen Geschichte angehören. Der Untersuchungszeitraum kann von der Spätantike bis in die jüngste Zeitgeschichte reichen.

Bewerbungsfrist: 1. März 2026

Für die Teilnahme am Wettbewerb senden Sie bitte per E-Mail Ihre Abschlussarbeit zusammen mit dem Gutachten des Betreuers oder der Betreuerin der Arbeit, einer zweiseitigen Zusammenfassung auf Französisch bzw. Deutsch (jeweils in der Sprache, in der die Arbeit nicht verfasst wurde), einem Bewerbungsschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf in einem einzigen PDF-Dokument an masterpreis@dhi-paris.fr.

Der deutsch-französische Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten ist mit 500 € dotiert. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird nach Paris zur Preisverleihung im Rahmen des Jahresvortrags des DHIP eingeladen. Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Nach einer positiven externen Begutachtung können wesentliche Aspekte der Preisschrift als wissenschaftlicher Aufsatz in der Zeitschrift des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) »Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte« veröffentlicht werden.

Eine Kommission aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des DHIP sowie Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen wählt unter den eingegangenen Bewerbungen den Preisträger oder die Preisträgerin aus. Ein Rechtsanspruch auf die Verleihung des Preises besteht nicht.

Jury: Patrick Farges, Claire Gantet, Silke Mende und Jörg Oberste.

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Wissenschaftliche Angebote
news-17911 Thu, 15 Jan 2026 11:22:59 +0100 Traduire et diffuser https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/traduire-et-diffuser-1.html Aufsatzpreis des DHIP Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist ein wichtiger Akteur international ausgerichteter historischer Forschung und es übernimmt eine zentrale Vermittlungsfunktion zwischen der deutschen und französischen Geschichtswissenschaft. Die Forschungsschwerpunkte des DHIP sind die französische, deutsch-französische, afrikanische sowie die digitale Geschichte.

Der Aufsatzpreis des DHIP ermöglicht die Veröffentlichung von Ergebnissen einer herausragenden deutschen Dissertation oder Habilitation im Bereich der Forschungsschwerpunkte des Instituts als französischsprachigen Aufsatz. Das DHIP übernimmt die Kosten für die Übersetzung (in Höhe von ca. 2.000 €) sowie die redaktionelle Betreuung des Aufsatzes. Dieser soll anschließend in der Zeitschrift »Francia« oder nach Absprache in einer einschlägigen französischsprachigen Zeitschrift veröffentlicht werden.

Der Bewerbung für den Preis sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • eine dreiseitige Zusammenfassung der Dissertation bzw. Habilitation, die das Potential einer übersetzten Aufsatzfassung für die französischsprachige Forschung skizziert und eine erste Idee für den Aufsatz formuliert (Resümee, Fallstudie, konzeptioneller Text etc.);
  • ein Lebenslauf;
  • das Manuskript der eingereichten Dissertation bzw. Habilitation;
  • die Gutachten bzw. der rapport de soutenance.

Die Dissertation bzw. Habilitation muss in den letzten zwei Jahren (1. Januar 2024–31. Dezember 2025) eingereicht worden sein.

Über die Preisvergabe befindet ein international zusammengesetztes Gremium von deutschen und französischen Historikerinnen und Historikern:

Olivier Richard (Univ. Freiburg i. Ü.), Mittelalter
Martin Wrede (Univ. Grenoble), Frühe Neuzeit
Jens Ivo Engels (Technische Univ. Darmstadt), Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
Hélène Camarade (Univ. Bordeaux-Montaigne), Neueste Geschichte und Zeitgeschichte

Christine Zabel (DHIP), Frühe Neuzeit.

Die Bewerbungen richten Sie an aufsatzpreis@dhi-paris.fr. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2026.

 

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Wissenschaftliche Angebote
news-17908 Tue, 13 Jan 2026 15:52:34 +0100 Mitarbeiter:in für den Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit https://karriere.maxweberstiftung.de/jobposting/ab2b830d6b2a7916a6aa29365bbeae1bad258e6e0 Die Stelle ist zum 1. April 2026 (oder nach Vereinbarung) im Rahmen einer Mutterschutz- und Elternzeitvertretung (CDD befristet auf ca.1 Jahr) zu besetzen Stellenangebote news-17879 Thu, 08 Jan 2026 16:22:50 +0100 Mitarbeiter:in in der Personalverwaltung https://karriere.maxweberstiftung.de/jobposting/89f012c60fbd6ac5d49b01d9be20b0cc73cbeb060 Die Stelle ist unbefristet ab dem 1.3.2026 (oder nach Vereinbarung) zu besetzen Stellenangebote news-17847 Fri, 19 Dec 2025 16:32:58 +0100 Trauer um Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Voss https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/trauer-um-prof-dr-dr-hc-juergen-voss.html Der langjährige DHIP Mitarbeiter verstarb am 1. Dezember 2025 Am 1. Dezember 2025 ist unser langjähriger Mitarbeiter Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Voss im Alter von 86 Jahren verstorben. Jürgen Voss war ab 1969 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2004 am DHIP tätig, wo er als Fachreferent für die Frühe Neuzeit wirkte. Mit seinen Arbeiten zur Diplomatie im 18. Jahrhundert, insbesondere zu Johann Daniel Schöpflin und Liselotte von der Pfalz, prägte er wesentlich die jüngere Forschung zur deutsch-französischen Kulturgeschichte. Im Rahmen seiner Tätigkeit für das Institut zeichnete er über mehr als drei Jahrzehnte hinweg als Redakteur für die Zeitschrift »Francia« verantwortlich, deren Namen auf seinen Vorschlag zurückgeht. Sein langjähriger Einsatz als Vermittler zwischen der deutschen und französischen Geschichtswissenschaft wurde am 6. Juni 2006 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt, das ihm in Paris übergeben wurde. Im selben Jahr verlieh ihm auch die Universität Marc Bloch zu Straßburg (heute Université de Strasbourg) die Würde des Ehrendoktors. Das DHIP gedenkt seines ehemaligen Mitarbeiters Jürgen Voss, der das Profil und die Arbeiten des Instituts maßgeblich geprägt hat. Wir trauern mit den Angehörigen.

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Aktuelles
news-17801 Wed, 10 Dec 2025 11:28:00 +0100 Call for Papers: Umgehen mit Enttäuschungen https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-umgehen-mit-enttaeuschungen.html Weibliche Mobilität zwischen Erwartungen und Erfahrungen (17.–20. Jahrhundert) Workshop am Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP), 28.–29.05.2026

Organisiert von: PD Dr. Jan Simon Karstens, Dr. Eva Seemann, Hannah Tulay

[English version below]

Dass Mobilitäts- und Migrationserfahrungen nicht nur in der neuesten Geschichte zur Lebensrealität zahlreicher Frauen und Mädchen gehörten, kann heute als unhintergehbare Tatsache gelten. Dabei war die Mobilität von Frauen, sei es als Töchter, Ehefrauen oder Witwen, als Arbeiterinnen, Nonnen, Unternehmerinnen oder Aktivistinnen, mit geschlechtsspezifischen Erwartungen, aber häufig auch mit besonderen Erfahrungen verbunden, die je nach Herkunft, Stand, Alter, religiöser, ethischer und familiärer Zugehörigkeit variieren konnten. Hieran knüpft der geplante Workshop am Deutschen Historischen Institut Paris an und fragt danach, wie historische Akteur:innen insbesondere solche Erfahrungen von Mobilität reflektierten, deuteten und kommunizierten, die in einem Widerspruch zu vorherigen Erwartungen standen. Hierbei wollen wir dezidiert in einen transepochalen Dialog treten und laden daher Beiträge von der Frühen Neuzeit bis in die Zeitgeschichte ein.

Die Geschichte geschlechtsspezifischer, insbesondere weiblicher Mobilität ist in den letzten zwanzig Jahren zu einem etablierten Thema der historischen Forschung geworden. In Abgrenzung zu älteren Annahmen haben neuere Forschungen dabei nicht nur das weite Ausmaß weiblicher Mobilität seit der Frühen Neuzeit sichtbar gemacht, sondern auch die große Bandbreite unterschiedlicher Mobilitätserfahrungen von Frauen und Mädchen herausgearbeitet. Das Spektrum reicht von weiblicher Bildungs- und Heiratsmobilität, über Stadt-Land-Wanderungen weiblicher Dienstboten und andere Formen von Arbeitsmobilität, bis hin zur Mobilität im Rahmen von Familienmigrationen oder politischem Aktivismus, sei es in kleinräumigen oder grenzüberschreitenden Settings. In jüngeren Arbeiten sind hierbei vor allem weibliche Handlungsmacht sowie die mit der Mobilität einhergehenden Chancen und Möglichkeiten, etwa für Existenzsicherung, sozialen Aufstieg und Selbstbestimmung, betont worden. Dabei war die Mobilität von Frauen nicht selten mit besonderen Zwängen, Herausforderungen und Enttäuschungen verbunden, die Einfluss auf Mobilitätserfahrungen und Entscheidungsprozesse hatten sowie ihrerseits Erwartungen an weibliche Mobilität prägten. Explizite Formen von erzwungener Mobilität (z.B. Vertreibung, Flucht, Sklaverei) sollen hierbei ausgeklammert werden.

Das hier entstehende Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen Erwartungungen und dazu widersprüchlichen Erfahrungen soll im Zuge des Workshops tiefer ausgelotet werden. Dabei sollen sowohl die Erwartungen und Erfahrungen mobiler Akteurinnen selbst als auch Deutungen und Reflexionen von Dritten (z.B. Verwandte, Institutionen, Gelehrte, Peers) über weibliche Mobilität und ihre Widersprüche berücksichtigt werden, wie sie in Briefen, Tagebüchern, Memoiren und Reiseberichten, aber auch in öffentlichen Debatten, Medien, behördlichen Schriften, Traktaten u.a. verhandelt werden. Entsprechend orientiert sich der Workshop an einer erfahrungsgeschichtlichen Perspektive und fragt danach, wie historische Akteur:innen eine Diskrepanz zwischen Erwartung und Erfahrung deuteten. Es geht somit nicht um die Messung objektiven Erfolgs oder Scheiterns von Mobilität oder Migrationspolitik, sondern um Wahrnehmungen und Sinnzuschreibungen angesichts solcher Erfahrungen.

Neuere Studien zum historischen ‚Scheitern‘ haben gezeigt, wie sehr die Deutungen enttäuschter Erwartungen variierten. Beispielsweise konnten sie als Teilerfolg oder wichtige Lebenserfahrung relativiert, mittels Schuldzuweisungen abgestritten oder offen als Leidensgeschichte oder Handlungsappell präsentiert werden. Die Frage, welche dieser Deutungen Akteur:innen in welchen Kontexten und mit welcher Intention wählten, berücksichtigt zum einen die Handlungsmacht der Akteur:innen und eröffnet zum anderen neue Einblicke in den Wandel von Erwartungen und Rezeptionen weiblicher Mobilität.

Der geplante Workshop lädt Historiker:innen und Forschende angrenzender Disziplinen (z. B. historisch arbeitende Geschlechterforschung, Literaturwissenschaft … ) ein, gemeinsam den Blick auf enttäuschte Erwartungen zu richten, die mit der Mobilität von Frauen in der neueren und neuesten Geschichte (17. bis frühes 20. Jahrhundert) verbunden waren.

Beiträge sind unter anderem zu folgenden Schwerpunkten/Themenfeldern willkommen:

  • Geschlechterrollen sowie individuelle und gesellschaftliche Erwartungen an weibliche Mobilität in unterschiedlichen Kontexten
  • individuelle und kollektive Deutungen enttäuschender Mobilitätserfahrungen sowie ihre Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse
  • Auswirkungen »gescheiterter« oder »enttäuschender« weiblicher Mobilität auf Geschlechterbilder (z.B. der immobilen Frau), auf Geschlechterverhältnisse und Handlungsspielräume von Frauen
  • mediale und administrative Narrative über weibliche Mobilität und enttäuschende Mobilitätserfahrungen
  • (wahrgenommene) Faktoren des »Scheiterns« weiblicher Mobilität und deren intersektionale Verflechtungen
  • Bedeutungen familiärer Netzwerke und des familiären Status auf Mobilitätserfahrungen
  • Methodische Probleme und Herausforderungen bei der Erforschung weiblicher Mobilitätserfahrungen

Geplant ist eine gemeinsame Publikation in englischer Sprache. Wir bitten ausschließlich um bisher unpubliziertes Material.

Tagungssprachen sind Englisch und Französisch.

Bitte richten Sie Ihren Themenvorschlag (Abstract im Umfang von 300 Wörtern) zusammen mit einem kurzen CV (1 Seite) bis zum 31. Januar 2026 an hannah.tulay@dhi-paris.fr.

 


 

 

Call for Papers

Coping with Disappointments. Female Mobility between Expectations and Experiences (17th to 20th Centuries)

Workshop, German Historical Institute Paris, May 28-May 29, 2026

Organized by: PD Dr. Jan Simon Karstens, Dr. Eva Seemann, Hannah Tulay

 

It is indisputable that experiences of mobility and migration have been part of the reality of life for many women and girls – not only in recent history. The mobility of women, whether as daughters, wives, or widows, as workers, nuns, entrepreneurs, or activists, was associated not only with gender-specific expectations, but often also with specific experiences that varied depending on factors such as social and geographical origin, status, age, religious, ethnic, and family affiliation.

The planned workshop at the German Historical Institute in Paris picks up on this and asks how historical actors reflected on, interpreted, and communicated experiences of mobility that contradicted previous expectations. We want to engage in a trans-epochal dialogue and therefore invite contributions from the early modern period to contemporary history.

The history of gender-specific mobility, especially female mobility, has become an established topic of historical research over the past twenty years. In contrast to older assumptions, recent research has not only revealed the extensive extent of female mobility but has also highlighted the wide range of different experiences of women and girls. The spectrum ranges from female educational and marital mobility, to urban-rural migration of female servants and other forms of labor mobility, to mobility in the context of family migration or political activism, whether in local or cross-border settings. Recent work has mostly emphasized female agency and the opportunities and possibilities associated with mobility, such as securing a livelihood, social advancement, and self-determination. However, women's mobility often came with particular constraints, challenges, and disappointments that influenced their experiences and decision-making processes and, in turn, shaped future expectations and retrospective memories. Explicit forms of forced mobility (e.g., expulsion, flight, slavery) are not to be included here.

The tension that arises between individual and societal expectations and contradictory experiences will be explored in greater depth during the workshop. The expectations and experiences of mobile actors themselves will be considered, as well as interpretations and reflections by third parties (e.g., relatives, institutions, scholars, peers) on female mobility and its contradictions, as expressed in letters, diaries, memoirs, and travelogues, but also in public debates, the media, official writings, and tracts on female mobility. Accordingly, the workshop asks how historical actors interpreted discrepancies between expectations and experiences. The focus is therefore not on measuring the objective success or failure of mobility or migration policy, but on perceptions and attributions of meaning in the face of such experiences.

Recent studies on historical »failure« have shown how varied interpretations of disappointed expectations were. For example, they could be relativized as partial successes or important life experiences, denied by assigning blame, or openly presented as tales of woe or calls to action. The question of which of these interpretations actors chose in which contexts and with what intention takes into account the agency of the actors, on the one hand, and opens up new insights into the expectations and perceptions of female mobility, on the other.

The planned workshop invites historians and researchers from related disciplines (e.g., historical gender studies, literary studies, etc.) to jointly focus on disappointed expectations associated with women's mobility since the 17th century.

Contributions are welcome on topics including but not limited to:

•    Gender roles and individual and societal expectations of female mobility in different contexts

•    Individual and collective interpretations of disappointing mobility experiences and their impact on decision-making processes

•  Effects of »failed« or »disappointing« female mobility on gender images (e.g., the immobile woman), gender relations, and women's scope for action

•  Media and administrative narratives about female mobility and disappointing mobility experiences

• Perceived factors of »failed« female mobility and their intersectional interrelationships

• The significance of family networks and family status on mobility experiences

• Methodological problems and challenges in researching female mobility experiences

 

A joint publication in English is planned. We therefore request only previously unpublished material.

The conference languages are English and French.

Please send your topic proposal (abstract of 300 words) together with a short CV (1 page) by January 31, 2026, to hannah.tulay@dhi-paris.fr.

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Wissenschaftliche Angebote
news-17775 Tue, 02 Dec 2025 17:00:00 +0100 Ausschreibung: Karl-Ferdinand-Werner-Fellowship https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/foerderung/fellowships/kfw-fellowshiphtml.html Förderung kurzer Forschungsaufenthalte von Historikerinnen und Historikern am Wissenschaftsstandort Paris Das DHIP vergibt zweimal jährlich das Karl-Ferdinand-Werner-Fellowship, welches Forschungsaufenthalte von Historikerinnen und Historikern am Wissenschaftsstandort Paris fördert. Vertreterinnen und Vertreter historisch arbeitender Nachbarwissenschaften, deren Forschungsanliegen interdisziplinär ausgerichtet und für die Arbeitsfelder des DHIP relevant sind, können sich ebenfalls bewerben. Die Dauer der Aufenthalte beträgt zwischen einer und vier Wochen.

Die Fellows wohnen im Institutsgebäude und erhalten Anbindung an die Instituts- und Bibliotheksinfrastruktur.

Nächster Bewerbungsschluss: 15. Februar 2026

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Wissenschaftliche Angebote
news-17777 Tue, 02 Dec 2025 08:00:00 +0100 Louison Bernard gewinnt den deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/louison-bernard-gewinnt-den-deutsch-franzoesischen-geschichtspreis-fuer-master-abschlussarbeiten.html Für ihre Arbeit »›À l’est, le silence. À l’ouest, l’oubli.‹ Les déportations de civil·es allemand·es vers l’URSS après la Seconde Guerre mondiale (1945-1956)«. Wir gratulieren Louison Bernard (EHESS), die den vom DHIP verliehenen 11. deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten erhalten hat.
Der Preis wurde ihr am 17. Oktober 2025 im Rahmen des Jahresvortrag überreicht.

» Mehr Information zum Preis

 

 

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Aktuelles
news-17753 Fri, 21 Nov 2025 16:34:22 +0100 Call for Papers: Doing Migration History with Digital Methods https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-doing-migration-history-with-digital-methods.html Sommeruniversität 2026 am DHIP Wann: 22.26. Juni 2026
Wo: DHIP
Bewerbungsfrist: 15. Januar 2026

Wie verändert sich Migrationsgeschichte, wenn sie auf digitale Quellen und Methoden angewiesen ist? Welche neuen Erkenntnisse, aber auch Verzerrungen und ethischen Herausforderungen gehen damit einher? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer gemeinsam mit dem C2DH organisierten Sommeruniversität, die vom 22. bis 26. Juni 2026 am DHIP stattfinden wird. Eingeladen sind fortgeschrittene Masterstudierende, Promovierende und Postdocs, die zu Migrationsgeschichte arbeiten und digitale Methoden (z. B. Datenbanken, Text Mining, Netzwerkanalyse, GIS, digitale Oral History, Visualisierungen) einsetzen oder kritisch reflektieren. Bewerbungen können bis zum 15. Januar 2026 eingereicht werden.

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Wissenschaftliche Angebote
news-17673 Mon, 20 Oct 2025 11:03:39 +0200 Gewinnerinnen des Peter-Haber-Preises für digitale Geschichtswissenschaft https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/gewinnerinnen-des-peter-haber-preises-fuer-digitale-geschichtswissenschaft.html Ann Lauren Osthof und Jenny Gabel (Univ. Hamburg) Anlässlich des Historikertags 2025 verliehen die AG Digitale Geschichtswissenschaft, der Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands und das DHIP zum dritten Mal den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft. Ann Lauren Osthof und Jenny Gabel gewannen mit ihrem Projekt »Das virtuelle Theater von Milet. Unmögliche Perspektiven erforschen und erleben«. Sie fragen, wie Inschriften Räume strukturieren und erörtern, welche Tools Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler benötigen, um in der virtuellen Realität zu forschen.

› Weitere Informationen zu allen prämierten Postern

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Digitale Geschichtswissenschaften
news-17666 Mon, 20 Oct 2025 10:12:42 +0200 Band 6 der Deutsch-Französischen Geschichte ist erschienen https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/band-6-der-deutsch-franzoesischen-geschichte-ist-erschienen.html Michael Werner, Diesseits und jenseits der Nation. Deutschland und Frankreich 1815–1870, Heidelberg 2025 Der Band untersucht das 19. Jahrhundert als Epoche des Wandels in Deutschland und Frankreich zwischen 1815 und 1870. Im Sinne einer histoire croisée stehen dabei nicht nationale Entwicklungspfade, sondern transnationale Verflechtungen im Mittelpunkt, die beide Länder gegenseitig prägten. Analysiert werden politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Prozesse, die ein vielschichtiges Bild der Nationsbildung jenseits rein nationaler Perspektiven zeichnen.

Der Band erscheint im sofortigen Open Access und als Print-on-Demand.

› Zum Band

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Neuerscheinung
news-17604 Thu, 02 Oct 2025 13:08:21 +0200 Ausschreibung: Bibliothekspraktikum https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/ausschreibung-bibliothekspraktikum.html Praktikum in der wissenschaftlichen Spezialbibliothek des DHIP Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist ein international ausgerichtetes historisches Forschungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). In der Bibliothek des DHIP sind ganzjährig Praktikumsplätze zu vergeben für eine Dauer von zwei Monaten oder, für Studierende und Auszubildende aus bibliothekarischen Studiengängen und Fachausbildungen, auch für vier oder sechs Monate. Bewerbungen sind aktuell für die zweite Jahreshälfte 2026 sowie für 2027 möglich.

Das Praktikum gewährt Einblicke in die Arbeitsfelder einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek einer außeruniversitären Forschungseinrichtung. Schwerpunkte des mehrsprachigen Bestandes von rund 110 000 Medieneinheiten sind deutsche und französische Geschichte, Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen und westeuropäische Geschichte von der Spätantike bis heute sowie die deutsche Landesgeschichte. Die Bibliothek ist Teil des GBV und nutzt die Pica-LBS-Software.

Zu den Praktikumsinhalten gehören die aktive Mitarbeit im Bibliotheksteam (4 Personen) in den Bereichen Benutzungsdienste, Medienerwerb und Katalogisierung sowie Einblicke in forschungsnahe Dienstleistungen wie Vermittlung von Informationskompetenz oder Forschungsdatenmanagement.

Die Praktikumsdauer beträgt zwei, vier oder sechs Monate bei je fünf Arbeitstagen pro Woche und 35 Stunden Wochenarbeitszeit. Die Max Weber Stiftung gewährt eine Aufwandspauschale von 450€ für Vollzeitpraktika pro Monat. Bei Bedarf und Möglichkeit wird Praktikanten/innen ein Gästezimmer im Institut zur Verfügung gestellt. Dieses wird mit den geltenden Sachbezugswerten (ab 1.1.2025: 239,70 Euro monatlich) auf die Aufwandspauschale oder Vergütung angerechnet.

Das Praktikum richtet sich an Auszubildende oder Studierende im Bibliothekswesen oder interessierte Studierende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften. Arbeitssprache ist Deutsch, mindestens passive Kenntnisse des Französischen sind jedoch wünschenswert.

Weitere Informationen zur Bibliothek und zum Institut finden Sie hier: https://www.dhi-paris.fr/bibliothek/ueberblick.html; zum Praktikum hier: https://www.dhi-paris.fr/foerderung/praktika.html. Für Nachfragen zum Praktikum steht Ihnen Andreas Hartsch ahartsch [at] dhi-paris.fr zur Verfügung.

Bitte übermitteln Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen unter folgendem Link: https://karriere.maxweberstiftung.de/praktikum/forschungsservice/teilzeit.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!

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Aktuelles
news-17585 Mon, 22 Sep 2025 16:46:04 +0200 Ausschreibung: Eugen-Ewig-Stipendium https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/ausschreibung-eugen-ewig-stipendium-1.html Förderung der Vorbereitung einer individuellen Projektfinanzierung oder Forschungsgruppe Das DHIP fördert Postdoktoranden und Postdoktorandinnen auf dem Weg zur Professur bei der Beantragung von Drittmitteln. Ziel der viermonatigen Förderung ist die Vorbereitung einer individuellen Projektfinanzierung oder, bevorzugt, einer Forschungsgruppe im Rahmen der inhaltlichen Schwerpunkte des Instituts. Wird ein erfolgversprechender Antrag eingereicht, ist eine Verlängerung des Stipendiums bis zur Entscheidung des Drittmittelgebers, maximal aber um acht Monate möglich.

Für die Vorbereitung des Antrags und im Erfolgsfall für die Durchführung des Projekts stellt das DHIP seine Infrastruktur zur Verfügung, sofern sich die Stipendiatin bzw. der Stipendiat z.B. mit einem Workshop am Institutsalltag beteiligt.

Bewerbungen für das Eugen-Ewig-Stipendium werden jederzeit angenommen. Die Bewerbung soll eine Forschungsskizze (Länge 25.000 Zeichen einschließlich Leerschlägen und Bibliographie) und die in den Bewerbungsmodalitäten genannten Unterlagen enthalten. Anstelle von wissenschaftlichen Gutachten können die Adressen von zwei Referenzpersonen eingereicht werden.

Für das Eugen-Ewig-Stipendium kann nach Prüfung ein monatlicher Familienzuschlag nach Vorlage der Geburtsurkunde gezahlt werden. Dieser wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes gewährt  (bei einem Kind: EUR 160,--; bei zwei Kindern: EUR 260,--; bei drei und mehr Kindern: EUR 360,--).

Kontakt: foerderung@dhi-paris.fr

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Wissenschaftliche Angebote
news-17556 Fri, 12 Sep 2025 13:09:56 +0200 Call for Papers: Reframing the Enlightenment https://www.dhi-paris.fr/de/aktuelles/detailseite/call-for-papers-reframing-the-enlightenment.html Intellectual and political disputes to-day Conference of the International Society for Eighteenth-Century Studies (ISECS)

When: 10–12 June 2026
Where: German Historical Institute Paris, Collège de France, Maison de la recherche de la Faculté des Lettres de Sorbonne Université

Early career scholars in particular are warmly invited to submit proposals for papers for this interdisciplinary conference on the current debate surrounding the Enlightenment. The conference will focus on the question of how research into the historical Enlightenment and contemporary references to or critiques of the Enlightenment challenge each other.

Proposals for papers, including a half-page explanation of the topic, a short CV, and assignment to one of the three sections listed below, should be sent to the President of ISECS/SIEDS by 26 October: daniel.fulda@germanistik.uni-halle.de. Travel and accommodation costs are expected to be covered by the organisers. The conference languages are English and French.

Why this conference?

Both ISECS and most of its member societies were founded when the Enlightenment movement of the 18th century enjoyed the highest reputation among scholars and perhaps even more so in society: as fighters for freedom of thought and self-determination, as advocates of progress and as pioneers of a democratic society. This of course was a view that experts always knew to be idealising, but it suited the mood of the democratisation push in Western societies and beyond in the last third of the 20th century.

Since around the turn of the millennium, the winds of scholars’s and society’s favour towards the Enlightenment have changed. Today, it seems that the society that the Enlightenment thinkers envisioned has not been realized. We are still facing fundamental inequalities: namely a power imbalance between the sexes, between elites and the people, between Europeans and the »rest« of the world. Some exponents of the post-colonial agenda see the Enlightenment, not only in its racial doctrines but also in its standards of rationality, primarily as a justification of European colonial domination and exploitation. On the other side of the political spectrum, the Enlightenment is also criticised by those who see it as an arbitrary destruction of traditions or the self-serving empowerment of a small group of the intellectual elite. The current situation can be summarised in a variation of Jonathan Israel’s well-known book title: »Enlightenment contested again«.

Anyone studying the 18th century is doubly challenged by this development. Firstly, the research in the 18th century is not unaffected by the respective social conditions. Secondly, the experts of the 18th century are able to substantially contribute to current debates on the role of the Enlightenment in the history of humanity. Organizing a conference, titled »Reframing the Enlightenment / Le défi des Lumières«, ISECS is consciously taking on these challenges. This conference reflects the contemporary context in which we conduct our research and takes a well-founded position on the assessment of the Enlightenment in today’s debates based on our research. The focus of the contributions should therefore be both on the historical subjects and on the assessment of the Enlightenment in our present day. The aim of the conference is to overcome the too simple positioning oneself either for or against the Enlightenment and to emphasise the complexity of both the Enlightenment as a historical phenomenon and its legacy for the present and the future.

Co-organisers, alongside ISECS (represented by its President Prof. Daniel Fulda, Halle): German Historical Institute Paris (Dr. Christine Zabel); Chaire d’Histoire des Lumières, XVIIIeXXIe siècle, Collège de France (Prof. Dr. Antoine Lilti); Société Française d’Étude du Dixhuitième Siècle (Prof. Christophe Martin), Bibliothèque Polonaise de Paris (Prof. Dr. Maciej Forycki); Prof. Florence Magnot-Ogilvy (Sorbonne Nouvelle); Prof. Dr. Chunjie Zhang (University of California, Davis)

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Bildnachweis: 
Hubert Robert (1733–1808), The Grotto of Posillipo, ca.  1769, Wikimedia Commons.

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