DHI RSS https://www.dhi-paris.fr/home/rss.xml de_DE DHI-Paris Tue, 18 May 2021 10:35:18 +0200 Tue, 18 May 2021 10:35:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-7403 Wed, 12 May 2021 10:36:12 +0200 Ausschreibung: Mitarbeiter/Mitarbeiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-mitarbeitermitarbeiterin-fuer-den-bereich-oeffentlichkeitsarbeit-1.html Das Deutsche Historische Institut Paris sucht zum 1. November 2021 oder nach Vereinbarung einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP), ein Forschungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, sucht zum 1. November 2021 oder nach Vereinbarung einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (100% Stellenumfang, 37 Wochenstunden, im Bereich Verwaltung und Forschungsservice).

Das Deutsche Historische Institut Paris arbeitet unter den drei Leitbegriffen »Forschen – Vermitteln – Qualifizieren« auf dem Gebiet der französischen, deutsch-französischen und westeuropäischen Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart und nimmt eine Vermittlerrolle zwischen Deutschland und Frankreich ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Digital Humanities und die Geschichte Afrikas.

In der Abteilung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit suchen wir Ihre Mitarbeit u.a. für die folgenden Aufgaben:

  • Koordination der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Instituts in Absprache mit der Abteilungsleitung und der Direktion,
  • redaktionelle Betreuung der Institutswebsite (Typo3),
  • Koordination und redaktionelle Betreuung des monatlichen zweisprachigen Newsletters,
  • Bewerben der Veranstaltungen des Hauses (H-Soz-Kult, Calenda, Rundmailings, Einladungen),
  • redaktionelle Erstellung und Betreuung der Herstellung von Druck- und Werbematerialien für das Institut,
  • Koordination und Redaktion des Jahresberichts des Instituts,
  • Vorbereitung von Unterlagen für die Institutsevaluation 2022,
  • Koordination und Redaktion von Beiträgen für stiftungseigene und andere Publikationen,
  • Betreuung der Adressverwaltung (in CAS genesisWorld),
  • redaktionelle Mitbetreuung des Institutsauftritts in den sozialen Medien,
  • Redaktion von Pressemitteilungen (deutsch-französisch),
  • Pflege der Pressekontakte und Aufbereitung von Informationen für die Medien,
  • Erstellen des Pressespiegels,
  • fotografische Dokumentation der Veranstaltungen des Hauses.

Ihr Profil umfasst:

  • hervorragende schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit im Deutschen und sehr gute im Französischen (mindestens C1),
  • Schnelligkeit, Präzision, Detailsicherheit und Interesse an komplexen geisteswissenschaftlichen Themen,
  • Fähigkeit, Texte zielgruppenspezifisch zu formulieren, zu redigieren und abzustimmen sowie komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten,
  • erste Berufserfahrung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, bevorzugt im wissenschaftlichen Kontext,
  • sicherer Umgang mit Text, Bild, Video, Grafik sowie Kenntnisse der entsprechenden Produktionssysteme,
  • Erfahrungen in der Betreuung von Websites mit einem Content Management System (idealerweise Typo3),
  • routinierte Beherrschung der gängigen Microsoft Office-Produkte sowie idealerweise von Photoshop und InDesign,
  • Freude an selbstständiger Arbeit, Koordination und Kommunikation in einem internationalen Umfeld,
  • Teamgeist, Flexibilität und Einsatzbereitschaft.

Bewerbungsfrist: 20. Juni 2021

Zur Ausschreibung

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news-7399 Wed, 12 May 2021 09:45:16 +0200 Call for Papers: Forschungsseminar der Neueren und Neuesten Geschichte https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/call-for-papers-forschungsseminar-der-neueren-und-neuesten-geschichte.html Atelier zur transnationalen Geschichte. Transnationale Geschichte schreiben: historiografische und methodologische Fragen Die Abteilung Neuere und Neueste Geschichte des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) richtet seit 2016 ein Forschungsseminar mit dem Ziel aus, die Diskussion unter Historikerinnen und Historikern über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg zu fördern. Auch im Herbst und Winter 2021 möchten wir die in den letzten Jahren begonnene Beschäftigung mit transnationaler Geschichte fortsetzen und das Seminar für Forschende öffnen, die ihre Forschungsprojekte diskutieren und ihren »transnationalen« Blick und Methodologie kritisch reflektieren wollen. Nachwuchsforschende und/oder aktuelle und ehemalige Geförderte und Gastforschende des DHIP sind besonders herzlich willkommen.

Gemeinsam möchten wir Herausforderungen und Probleme transnational angelegter Forschungsprojekte diskutieren, zumal wenn sie sich in unterschiedlichen disziplinären Traditionen und/oder akademischen Kulturen verankern. Wie wählt man den Forschungsgegenstand in einem transnationalen Wissenschaftskontext aus? Wie schreiben wir Geschichte, wenn sie über nationale Engführungen, über eine Geschichte binationaler Beziehungen hinausgeht und wir andere Analyseparameter als die des Nationalstaats nutzen? Vor welche Herausforderungen stellen uns dann Periodisierung(en) und breitere Kontextualisierung(en)? Wie positionieren wir uns zwischen mehreren Disziplinen, die wiederum je nach nationalem Forschungszusammenhang unterschiedlich wahrgenommen werden? Wie gehen wir mit der Vielfalt methodologischer Bezüge um? Wie gehen wir mit Konzepten aus unterschiedlichen Sprachen und Forschungskulturen um und wie übertragen wir sie? Wie erfüllen wir die impliziten oder expliziten Erwartungen einer Forschungsgemeinschaft und fungieren gleichzeitig als Übersetzer und Übersetzerinnen von Konzepten? Durch die Auseinandersetzung mit den historiografischen Traditionen, in die wir uns einschreiben, möchten wir diskutieren, warum und wie wir verschiedene Herangehensweisen der Sozial-, Politik- oder Kulturgeschichte integrieren können. In Anlehnung an die Forschungsinteressen unserer Abteilung freuen wir uns besonders über Vorschläge aus der jüdischen Geschichte, Geschlechter-, Demokratiegeschichte, Geschichte von Minderheiten, wirtschaftlichen Praktiken oder Wissensformen. Historische Projekte aus anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen sind ebenfalls willkommen.

Im Herbst 2021 planen wir vier bis fünf Sitzungen, in der Regel an einem Dienstagnachmittag. Die Seminarsprachen sind je nach Sitzung Deutsch, Französisch und/oder Englisch. Je nach Pandemiebedingungen und Verfügbarkeit findet das Seminar entweder online statt oder als face-to-face/hybrid-Veranstaltung. In diesem Fall erstatten wir die Reisekosten des oder der Vortragenden.

Das Seminar hat zwei mögliche Formate: Entweder Sie schicken einen Text, den alle Teilnehmenden vorab lesen, und präsentieren ihn kurz während des Seminars oder Sie machen nur eine mündliche Präsentation von maximal 15–20 Minuten. Die Sitzungen finden im »Tandem« (zwei Vorträge mit ähnlichen Themen) statt. Sie können gerne selbst eine Person vorschlagen, mit der Sie gerne vortragen würden, es ist aber nicht zwingend erforderlich.

Vorschläge für Vorträge (maximal 250 Wörter) sollten bis zum 15. Juni 2021 über dieses Formular eingereicht werden: LimeSurvey - L’atelier du transnational

Das Semesterprogramm wird im Juli 2021 bekannt gegeben.

Organisationskomitee des Seminars: Abteilung für Neuere und Neueste Geschichte des Deutschen Historischen Instituts: Axel Dröber, Agnieszka Wierzcholska, Celia Burgdorff, Gérald Kembellec, Jürgen Finger, Mareike König, Margot Lyautey und Zoé Kergomard

Kontakt:
Agnieszka Wierzcholska: awierzcholska@dhi-paris.fr
Zoé Kergomard: zkergomard@dhi-paris.fr 

Zum Call for Papers (Deutsch)
Zum Call for Papers (Englisch)

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news-7396 Tue, 11 May 2021 12:57:46 +0200 Call for Papers: »Souveränität: Konzept und Schlagwort im Wandel. Frankreich und Deutschland, 14.–21. Jahrhundert« https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/call-for-papers-souveraenitaet-konzept-und-schlagwort-im-wandel-frankreich-und-deutschland-14-21.html Tagung vom 6. bis 8. April 2022 am Deutschen Historischen Institut Paris Tagungskonzept
Als staats- und völkerrechtliches Konzept ist die souveraineté eine bewusste Schöpfung von Jean Bodin in den Six livres de la république von 1576. Das Wort souveraineté (superioritas) war allerdings bereits spätmittelalterlich und bezeichnete die höchstrichterliche, inappellable Gewalt. Seit den Anfängen war der Begriff damit nicht nur deskriptiv und normativ, sondern auch ein Mittel, um konkurrierende politische Ansprüche zurückzuweisen. Im 14. Jahrhundert war er ein Element bei der theoretischen Fundierung eines französischen Nationalkönigtums in Abgrenzung zu den Universalmächten Papst- und Kaisertum. Diese außenpolitische Stoßrichtung war bei Bodin noch explizites Ziel der Abhandlung und wurde zu einem zentralen Element der Theorie. Das Recht, Kriege zu führen und Frieden sowie Bündnisse zu schließen, bildete bei Hugo Grotius und in der diplomatischen Praxis seit dem 17. Jahrhundert die Grundlage des Völkerrechts und der entstehenden Staatenwelt. Staatsrechtlich richtete sich das Souveränitätskonzept gegen die privilegierten ständischen Gewalten wie Kirche und Klerus, Adel, Städte und andere Korporationen. Die in der Gesetzgebung gründende »Kompetenzkompetenz« wurde zum Kern monarchischer Gestaltungsmacht, die formal nicht mehr an das Herkommen und wohlerworbene Rechte gebunden war.

Die lateinische Übersetzung von Bodins Hauptwerk, in der souveraineté als maiestas wiedergegeben wurde, und seine bereits im 16. Jahrhundert erschienen deutschen Übertragungen erlaubten schon früh eine Auseinandersetzung in der deutschen Reichspublizistik mit dem Konzept, das die Sonderstellung des Heiligen Römischen Reiches nicht nur in Frage stellte, sondern sogar die Souveränität eines Wahlkaisers. Zuerst unbewusst, aber seit Richelieu durchaus intendiert, nutzte Frankreich das Souveränitätskonzept als Spaltpilz, um Habsburg und das Reich zu schwächen. In den Westfälischen Friedensverhandlungen, die das Wort »Souveränität« erst eigentlich ins Deutsche einführten, stellte Frankreich Reichsständen die Anerkennung einer Souveränität in Aussicht, die das Ausscheiden aus dem Reichsverband nach sich ziehen musste. Das betraf 1648 erst die peripheren Territorien der Niederlande und der Eidgenossenschaft, doch diese Strategie führte über den Ersten und Zweiten Rheinbund schließlich zum Auseinanderbrechen des Alten Reichs, als sich 1803/1806 die mächtigen Stände für souverän erklärten. Das Konzept erlaubte ihnen nicht zuletzt, bei der Neuordnung des Reichs durch Säkularisation und Mediatisierung ihre Territorien stark zu vergrößern.

Schon zuvor hatten Reichsfürsten die Postulate des Souveränitätskonzepts genutzt, oft allerdings gestützt auf traditionelle Rechtsbegriffe wie Landeshoheit oder »die höchste Gewalt«, um in ihren Territorien die zentralen staatlichen Kompetenzen nach französischem Vorbild in einem Gewaltmonopol zu bündeln und zu stärken. In Frankreich selbst geschah dies durch die von J.J. Rousseau nicht intendierte Übertragung des kleinstaatlichen Ideals auf die nationale Ebene so systematisch, dass der Übergang zur Volkssouveränität in der Erklärung der Bürger- und Menschenrechte von 1789 (Art. 3: Le principe de toute souveraineté réside essentiellement dans la nation) und in den folgenden Verfassungen als problemlose Übertragung des Konzepts auf einen neuen Träger erschien. Die Entscheidung zwischen Fürsten- und Volkssouveränität und die konkrete Ausgestaltung entsprechender Verfassungen prägten im 19. Jahrhundert die konstitutionellen Auseinandersetzungen und Debatten in beiden Ländern. Für beide wurde der Deutsch-französische Krieg von 1870/71 wegweisend. In der Dritten Republik lag die Souveränität bei der Assemblée nationale. Im deutschen Kaiserreich 1871 lag die ungeteilte Souveränität beim Reich, aber formal bei einem föderalistisch zusammengesetzten Organ, dem Bundesrat. Er musste etwa auch Kriegserklärungen zustimmen, doch ansonsten war der Kaiser bei der Ausübung der Souveränität nach außen weitgehend autonom. Die gewählte Lösung überspielte die Souveränitätsproblematik, indem sie diese zur »nichtnotwendigen Eigenschaft« der Staatsgewalt erklärte, damit die Gliedstaaten weiterhin Staatscharakter bewahren konnten. Mit der Weimarer Verfassung ging die Souveränität auf das Volk über. Die Nationalsozialisten setzten die Verfassung nicht außer Kraft, die erst durch das Grundgesetz von 1949 faktisch ersetzt wurde. Doch bereits die Debatten über den Ausnahmezustand (Art. 48, Carl Schmitt) und dann die Herrschaftspraxis unter Hitler bewiesen einen wachsenden Abgrund zwischen der Theorie legislativer Souveränität und der Praxis exekutiver Machtfülle.

Die BRD und die DDR begründeten sich gleichermaßen in der Idee der Volkssouveränität, die allerdings außenpolitisch stark eingeschränkt blieb. Erst der Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 erklärte in Art. 7,2: Deutschland hat volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Diese ist aber, im Unterschied zur Rechtstheorie und dem politischen Selbstverständnis namentlich eines langen 19. Jahrhunderts, durch viele internationale und supranationale (EU) Regelungen erheblich eingeschränkt. In Deutschland wird diese Einbindung durch das Bundesverfassungsgericht aufmerksam verfolgt, doch ist sie politisch unumstritten. In Frankreich dagegen hat der Souveränismus auf der jakobinischen Linken, der gaullistischen Rechten und bei den postfaschistischen Rechtsextremen eine solide Basis behalten. Vor diesem Hintergrund erfolgen Diskussionen über eine europäische »Souveränität«, in denen nicht zuletzt zu klären ist, in welchen Bereichen es um echte Kompetenzübertragungen der Nationalstaaten an die EU gehen wird und inwiefern bei den vielfältigen Einschränkungen nationaler Souveränität ebenso wie ihrer Abtretung das Konzept eines Gewaltmonopols oder der Kompetenzkompetenz überhaupt noch zeitgemäß ist.

Vor diesem Hintergrund will die Tagung über den historischen Sprachgebrauch in Frankreich und Deutschland, vor allem in Konfliktsituationen, das Potential des Begriffs »Souveränität« zur Fixierung von konstitutionellen Verhältnissen, aber auch für deren Anpassung untersuchen. In paralleler Betrachtung sollen die Entwicklungen in den beiden Ländern analysiert werden. Der Vergleich soll die Forschungsstände festhalten, neue Fragen formulieren und eventuell in eine Publikation mit synthetischem Charakter münden, die auch als historische Grundlage für laufende politische Debatten dienen kann. Der Bezug zu den aktuellen Diskussionen soll nicht zuletzt durch eine Podiumsdiskussion mit Praktikern, z.B. Diplomaten, gewährleistet werden.

Mögliche Fragestellungen:

  1. Der Begriff der souveraineté, superioritas etc. im Spätmittelalter
  2. Die Entwicklung der Hoheitsrechte (droits régaliens) im französischen Spätmittelalter
  3. Reichsrecht und Landeshoheit, landesherrliche Hoheitsrechte um 1500
  4. Das Konzept der Souveränität bei Jean Bodin und seinen Adepten
  5. Die Rezeption der Souveränitätslehre im deutschen Sprachraum: Rechtslehre, Legitimation und gesetzgeberische Praxis
  6. Die Souveränität im Völkerrecht und in der diplomatischen Praxis nach 1648
  7. Souveränität und Herrschaftsverdichtung in Frankreich, 17./18. Jh.
  8. Herrschaftsverdichtung im Reich und in den Reichsständen, 17./18. Jh.
  9. Von der Fürstensouveränität zur Volkssouveränität: Frankreich um 1800
  10. Von der Fürstensouveränität zur Volkssouveränität: Deutschland um 1800
  11. Der Zweite Rheinbund und das Ende des Reichs
  12. Die Souveränität der deutschen Staaten, 1815–1866
  13. Der Bürger als Souverän? Frankreich und Deutschland im 19. Jh.
  14. Die Souveränität in Völkerrecht und Diplomatie, 1815–1914
  15. Souveränität, Empire und Imperialismus
  16. Souveränität, Kaiserreich und Imperialismus
  17. Die Souveränität in der französischen Rechtslehre, 19./20. Jh.
  18. Die Souveränität in der deutschen Rechtslehre, 19./20. Jh.
  19. Die Souveränität in den republikanischen Verfassungen Frankreichs
  20. Die deutsche Souveränität in den Verfassungen zwischen Kaiserreich und Weimar
  21. Souveränität und Völkerrecht, 1914–1989
  22. Souveränitätslehre und Praxis im nationalsozialistischen Deutschland
  23. Souveränitätslehre und Praxis zwischen Vichy und dem freien Frankreich
  24. Souveränität und Dekolonialisierung in Frankreich
  25. Eigenstaatlichkeit ohne Souveränität: BRD und DDR
  26. Das Souveränitätsverständnis von Charles de Gaulle und in der Fünften Republik
  27. Die wiedererlangte deutsche Souveränität 1990: Verfassungstheorie und Praxis
  28. Die europäische Souveränität: französische Erwartungen
  29. Die europäische Souveränität: deutsche Erwartungen
  30. Das philosophische Konzept der Souveränität heute

Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Forschende der Geschichtswissenschaften, aber auch der Jurisprudenz, Philosophie, Politikwissenschaft oder Literaturwissenschaften. Die Beiträge müssen eine klar historische Fragestellung beinhalten. Konferenzsprachen sind Französisch, Deutsch und Englisch.

Abstracts von max. 3000 Zeichen mit einem kurzen Lebenslauf werden bis zum 31. Mai 2021 per-E-Mail erbeten an: nmay@dhi-paris.fr.

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news-7244 Tue, 04 May 2021 15:30:00 +0200 Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in für die Abteilung Afrika https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/wissenschaftlichen-mitarbeiterin-fuer-die-abteilung-afrika.html Das Deutsche Historische Institut Paris, ein Forschungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, sucht zum 1. September 2021 oder nach Vereinbarung eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (TVöD 13) mit einem Forschungsschwerpunkt in der Geschichte Afrikas. Das Deutsche Historische Institut Paris arbeitet unter den drei Leitbegriffen »Forschen – Vermitteln – Qualifizieren« auf dem Gebiet der französischen, deutsch-französischen und westeuropäischen Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart und nimmt eine Vermittlerrolle zwischen Deutschland und Frankreich ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Digital Humanities und die Geschichte Afrikas.

Für die Abteilung Afrika suchen wir eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (Postdoc). Es handelt sich um eine befristete Qualifikationsstelle (3+2 Jahre), welche die Konzeption und Durchführung eines Forschungsprojekts (Habilitation, second book) aus dem Arbeitsgebiet des DHIP erlaubt.

Die Aufgaben umfassen:

  • Durchführung des eigenen Forschungsprojekts,
  • Kontaktperson für das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (Accra),
  • aktive Gestaltung der Abteilung Afrika: Organisation von Veranstaltungen, gutachterliche Tätigkeit, Mitbetreuung von Praktikantinnen und Praktikanten und Bibliothek etc.,
  • aktive Mitarbeit in den Redaktionen der hauseigenen Veröffentlichungen,
  • Ansprechpartner/in für einschlägige Anfragen,
  • Engagement in den haus- und stiftungsweiten Gremien und Arbeitsgruppen.

Wir erwarten:

  • einen ausgearbeiteten Entwurf für ein innovatives Forschungsprojekt,
  • eine abgeschlossene geschichtswissenschaftliche Promotion,
  • ein sehr gutes Sprachniveau in Deutsch bzw. Französisch und gute Kenntnisse der jeweils anderen Sprache und in Englisch.

Wir bieten:

  • große eigene Gestaltungsspielräume zur Entwicklung eines internationalen wissenschaftlichen Profils durch Kooperationen mit Partnerinstitutionen (insbes. MIASA), Veranstaltungen etc.,
  • die Mitarbeit in einem dynamischen Team,
  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Herzen von Paris,
  • bei Vorliegen der Voraussetzungen eine Vergütung nach TVöD 13 (Bund) zuzüglich einer zur Deckung der höheren Lebenshaltungskosten in Paris angemessenen Auslandszulage und Mietzuschuss; alternativ eine vergleichbare Vergütung auf Grundlage des lokalen Gehaltsschemas der Deutschen Botschaft,
  • eine Anstellung in einer öffentlichen Einrichtung, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

Bewerbungsfrist: 13. Juni 2021

Weitere Informationen in der Ausschreibung

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news-7362 Wed, 21 Apr 2021 16:12:23 +0200 Ausschreibung: Aufsatzpreis des DHIP »Traduire et diffuser« https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-aufsatzpreis-des-dhip-traduire-et-diffuser.html Für französische Dissertationen L’Institut historique allemand de Paris (IHA), acteur central de la recherche à vocation internationale, assume une fonction de médiation entre la recherche historique allemande et française. Les recherches de l’IHA portent sur l’histoire française ou franco-allemande, sur l’histoire africaine et sur l’histoire numérique.

L’IHA offre un prix dont la valeur est égale à environ 2000 € pour permettre la publication en allemand des résultats d’une thèse française de haut niveau portant sur les domaines de recherche de l’Institut.

L’IHA prendra en charge les frais de traduction de l’article. L’auteur proposera ensuite l’article à la revue »Francia« ou un périodique allemand pertinent.

La candidature doit être accompagnée des documents suivants:

  • un résumé de deux pages de la thèse décrivant le potentiel de l’article pour la recherche germanophone,
  • un curriculum vitae,
  • le manuscrit de la thèse soumise,
  • le rapport de thèse ou les Gutachten.

La thèse doit avoir été présentée au cours des deux dernières années.

Un comité international d’historiens décidera de l’attribution du prix.

Les candidatures doivent être envoyées à l’adresse suivante: nmay@dhi-paris.fr.

La date limite de dépôt des candidatures est fixée au 15 mai 2021.

Vers l'appel à candidature

Vers l'appel à candidature pour les dissertations allemandes

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news-7360 Wed, 21 Apr 2021 16:04:16 +0200 Ausschreibung: Aufsatzpreis des DHIP »Traduire et diffuser« https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-aufsatzpreis-des-dhip-traduire-et-diffuser-1.html Für deutsche Dissertationen Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist ein wichtiger Akteur international ausgerichteter historischer Forschung und es übernimmt eine zentrale Vermittlungsfunktion zwischen der deutschen und französischen Geschichtswissenschaft. Die Forschungsschwerpunkte des DHIP sind die französische, deutsch-französische, afrikanische sowie die digitale Geschichte.

Das DHIP schreibt einen Preis im Wert von ca. 2000 € aus, damit die Ergebnisse einer herausragenden deutschen Dissertation im Bereich der Forschungsschwerpunkte des Instituts als französischer Aufsatz erscheinen kann.

Das DHIP übernimmt die Kosten für die Übersetzung sowie die redaktionelle Betreuung des Aufsatzes. Der Aufsatz soll anschließend in der Zeitschrift »Francia« oder nach Absprache in einer anderen einschlägigen Zeitschrift veröffentlicht werden.

Der Bewerbung für den Preis sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • eine zweiseitige Zusammenfassung der Dissertation, die das Potential einer übersetzten Aufsatzfassung für die französische Forschung skizziert,
  • ein Lebenslauf,
  • das Manuskript der eingereichten Dissertation,
  • die Gutachten bzw. der rapport de thèse.

Die Dissertation muss in den letzten zwei Jahren eingereicht worden sein.

Über die Preisvergabe befindet ein international zusammengesetztes Gremium von deutschen und französischen Historikerinnen und Historikern.

Die Bewerbungen richten Sie an: nmay@dhi-paris.fr.

Der Bewerbungsschluss ist 15. Mai 2021.

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news-7352 Sun, 18 Apr 2021 10:30:00 +0200 Ausschreibung: Online Workshop https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-online-workshop.html »Women’s Academic Careers in Africa« vom 22. bis 25. Juni 2021 Wie können nationale und internationale akademische Karrieren von Frauen in Afrika gedacht, geplant und gefördert werden? Diese und andere Fragen stehen im Zentrum des bereits vierten Workshops der Reihe »Women’s Academic Careers in Africa«. Zur Bewerbung aufgerufen sind vor allem Doktorandinnen aus den Sozialwissenschaften. Organisiert wird der zweisprachige Workshop (Französisch und Englisch) vom Merian Institute of Advanced Studies Africa (MIASA), der Heinrich Böll Stiftung in Senegal und dem DHIP. Finanziert wird er von der Max Weber Stiftung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Frauenförderprogramms von MIASA.

Bewerbungsfrist: 3. Mai 2021

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news-7350 Fri, 16 Apr 2021 09:30:00 +0200 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-35.html Mareike König und Andreas Hartsch feiern Dienstjubiläen am DHIP Mareike König und Andreas Hartsch können in diesem Monat ihre Dienstjubiläen am DHIP feiern: Mareike König arbeitet seit 20 Jahren am Institut in Paris. Sie begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin und leitet seit 2006 die Bibliothek. Von 2010 bis 2017 stand sie an der Spitze der Forschungsabteilung 19. Jahrhundert, seit 2015 führt sie die Abteilung Digital Humanities. Seit September 2020 ist sie stellvertretende Direktorin des Instituts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Deutschlands und Frankreichs im 19. Jahrhundert und die digitale Geschichte.
Andreas Hartsch arbeitet gar seit 30 Jahren am DHIP. Er ist in allen Bereichen der Bibliothek und Medienverwaltung tätig gewesen, mit Schwerpunkten im lokalen Datenmanagement, in der Akquisition und der Katalogisierung. Im Jahr 2015 erwarb er berufsbegleitend den Master of Library and Information Science in Köln. Beide Jubilare tragen dazu bei, dass die Bibliothek auch in Pandemiezeiten einen exzellenten Service anbietet. Wir bedanken uns sehr für ihren Einsatz und gratulieren den beiden Mitarbeitenden sehr herzlich.

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news-7348 Thu, 15 Apr 2021 09:32:04 +0200 Ausschreibung: Diplomatik der Papsturkunde https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-diplomatik-der-papsturkunde-1.html Herbstkurs am DHIP vom 27. September bis 1. Oktober 2021 Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, das DHIP und die Monumenta Germaniae Historica organisieren vom 27. September bis 1. Oktober 2021 einen fünftägigen Herbstkurs zur Diplomatik der mittelalterlichen Papsturkunde. Er steht Studierenden (BA, MA) und Doktorandinnen sowie Doktoranden offen. Veranstaltungsorte sind das DHIP und die Archives nationales. Ziel des Herbstkurses ist es, eine wissenschaftlich fundierte Einführung und Vertiefung in dieses Arbeitsfeld zu bieten. Vorgestellt werden die verschiedenen Aspekte päpstlicher Diplomatik. Begleitende Übungen vertiefen die spezielle Problematik des jeweiligen Themas.

Sollte die Pandemie-Situation eine Präsenzveranstaltung nicht zulassen, wird der Kurs online durchgeführt.

Bewerbungsfrist: 15. Juni 2021    

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news-7340 Fri, 09 Apr 2021 09:05:00 +0200 Ausschreibung: München für Mediävisten https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-muenchen-fuer-mediaevisten.html Einblick in die Arbeit deutscher Forschungsinstitutionen zur mittelalterlichen Geschichte vom 29. August bis 2. September 2021 Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) bietet 2021 eine Studienreise nach München für deutsche und französische Studierende und Doktoranden an:
Einblick in die Arbeit deutscher Forschungsinstitutionen zur mittelalterlichen Geschichte vom 29. August bis 2. September 2021 in München.

Bewerbungsschluss: 1. Juni 2021

Die Studienreise bietet deutschen und französischen Studierenden und Doktoranden der mittelalterlichen Geschichte mit guten Grundkenntnissen in der jeweils anderen Sprache die Möglichkeit, einen vertieften Einblick in das deutsche Wissenschaftssystem zu gewinnen und auf diese Weise den akademischen Austausch zu fördern.

Geplant sind Besuche der Monumenta Germaniae Historica, des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, der Ludwig-Maximilians-Universität, des Zentralinstituts für Kunstgeschichte sowie des Historischen Kollegs.

Eine Teilnahmebescheinigung kann ausgestellt werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 50,- €. Bahnfahrt (2. Klasse, 150,- € max.) oder Flug (günstigste Klasse, 250,- € max.) und Übernachtung werden vom DHIP getragen.

Die Bewerbungsunterlagen müssen einen tabellarischen Lebenslauf sowie ein kurzes Motivationsschreiben enthalten. Sie sind bis zum 1. Juni 2021 unter dem Stichwort »München für Mediävisten« an Frau Dr. Amélie Sagasser zu richten: asagasser@dhi-paris.fr.

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news-7337 Thu, 08 Apr 2021 12:57:38 +0200 Soeben erschienen! https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/soeben-erschienen-37.html Francia-Recensio 2021/1 Die aktuelle Ausgabe von »Francia-Recensio« enthält 114 Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte. Alle Rezensionen sind mit einer DOI versehen, die für jeden einzelnen Text als verbindlicher und permanenter Zitationsnachweis gilt. Ältere Ausgaben bis »Francia-Recensio 2017/2« sind auf der Publikationsplattform perspectivia.net zugänglich.

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news-7319 Thu, 01 Apr 2021 09:45:29 +0200 Call for Papers: Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/call-for-papers-euro-mediterranean-entanglements-in-medieval-history.html Online-Seminar-Reihe zum Thema »Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History« Die Deutschen Historischen Institute Paris und Rom starten im akademischen Jahr 2021/2022 eine Online-Seminar-Reihe zum Thema »Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History«. Die Veranstaltungen finden im Zweimonatsrhythmus statt. Sie richten sich sowohl an den wissenschaftlichen Nachwuchs als auch an etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller mediävistischen Disziplinen. Ziel ist es, ein internationales und interdisziplinäres Forum zu schaffen, auf dem vielfältige Themen und methodische Ansätze vorgestellt und diskutiert werden können.

Wir laden interessierte Forscherinnen und Forscher herzlich ein, ihre laufenden oder vor Kurzem abgeschlossenen Arbeiten vor einem internationalen Publikum zu präsentieren und zu diskutieren. Bitte schicken Sie einen Abstract (1–2 Seiten) und kurzen Lebenslauf (ggf. mit Publikationsverzeichnis) bis zum 15. Juni 2021 an asagasser@dhi-paris.fr und wolf@dhi-roma.it.

Themen
Der geographische Raum ist bewusst nicht klar umrissen und umfasst Europa sowie den Mittelmeerraum im weitesten Sinne. Einbezogen sind auch Verflechtungen zwischen dem euromediterranen Raum und anderen Weltregionen. Folgende Themenfelder stehen im Mittelpunkt:

  • Regional übergreifende, transkulturelle und interreligiöse Verflechtungen (Prozesse/Ergebnisse)
  • Grenz- und Kontakträume
  • Soziale Netzwerke und interpersonelle Beziehungen
  • Migration und Mobilität
  • Transfer, Diffusion und Adaption bzw. Transformation von Ideen, Wissen und materiellen Objekten

Weitere Informationen
Call for Papers (Deutsch)
Call for Papers (Englisch)

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news-7317 Thu, 01 Apr 2021 09:36:14 +0200 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-33.html Neue Mitarbeiterin in der Abteilung Neuere und Neueste Geschichte Margot Lyautey arbeitet seit dem 1. März 2021 in der Abteilung Neuere und Neueste Geschichte sowie als Assistentin für die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Doktorarbeit schreibt sie zur »Modernisierung der französischen Landwirtschaft unter deutscher Besatzung (1940–1944)«.

› Zur persönlichen Seite von Margot Lyautey

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news-7313 Tue, 30 Mar 2021 14:54:22 +0200 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-31.html Neue Mitarbeiterin in der Abteilung Mittelalter Seit dem 1. März 2021 ist Maria-Elena Kammerlander als Doktorandin in der Abteilung Mittelalter sowie für die Redaktion der Francia tätig. Am DHIP forscht sie zu »Vergemeinschaftung durch Wissen. Das universitäre Imaginär und die Entstehung der Universität Paris (12.–13. Jahrhundert)«.

› Zur persönlichen Seite von Maria-Elena Kammerlander

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news-7309 Thu, 25 Mar 2021 08:14:24 +0100 Ausschreibung: Sommeruniversität 2021 https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-sommeruniversitaet-2021.html Die »Macht der Zahlen« vom 28. Juni bis 2. Juli 2021 Das Deutsche Historische Institut Paris lädt im Sommer 2021 zu einer Sommeruniversität ein, um Masterstudierenden und jungen Promovierenden der Geschichtswissenschaft mit Interesse an Frankreich und der frankophonen Welt einen Einblick in seine Arbeits- und Forschungsfelder zu geben. Der thematische Rahmen »Die Macht der Zahlen« ergibt sich aus den Erfahrungen unserer Gegenwart, denen wir eine historische Dimension geben wollen. Wir laden insbesondere junge Forscherinnen und Forscher zur Bewerbung ein, die anschlussfähige Abschluss- oder Dissertationsprojekte verfolgen.

Seit Beginn der Coronapandemie schauen wir auf die Zahl der Neuansteckungen, der Todesopfer und auf die sogenannten R-Werte, neuerdings nun auch auf die Wirkungsrate von Impfstoffen. Die aktuelle Krise führt uns die »Macht der Zahlen« täglich vor Augen, da Zahlen ein offensichtliches Instrument zur Definition, Beschreibung, Bearbeitung und Diskussion sanitärer, sozialer und politischer Probleme sind.

Die Geschichtswissenschaft interessiert sich schon seit Längerem für Zahlen, deren vielfältige Nutzung keine spätmoderne Erfindung ist. Zahlen waren nicht nur für die antiken griechischen (Natur-)Wissenschaften zentral, sondern als Zahlenalphabete auch im griechischen und hebräischen Mittelalter etabliert. Die Einführung der arabischen Ziffern im Okzident ermöglichte die spätmittelalterlichen Seeversicherungen oder die doppelte Buchführung. Zahlen prägten den vormodernen Alltag, so etwa beim Geldwechsel, beim Vermessen, Wiegen oder Zählen von Räumen, Zeiten, Dingen und Menschen. Zahlen wurden außerdem symbolische Werte zugeordnet: Bis heute ist die 13 eine Unglückszahl, die 3 eine Glückszahl. Zahlen waren, und sind es noch, sichtbar in astrologischen Ausdeutungen künftiger Ereignisse und individueller Lebenswege, aber auch in Hausnummern, Kirchbucheinträgen, Geburten- und Sterberegistern und anderen Arten von »Herrschaftswissen«.

In den Geschichtswissenschaften finden sich Zahlen nicht nur in Jahreszahlen und Statistiken, sondern sie chiffrieren im Zuge der Datafizierung und Digitalisierung der Geschichte inzwischen auch Texte, Objekte und Bilder mit Nullen und Einsen. Die Funktionen von Zahlen und die Bedeutung, die wir ihnen für die Konstruktion sozio-politischer Wirklichkeiten oder den Beweis wissenschaftlicher Ergebnisse zuschreiben, variieren. Der den Zahlen zugeordnete Wahrheits- oder Objektivitätsgehalt, aber auch die Möglichkeiten, Evidenz durch Zahlen herzustellen, werden immer wieder wissenschaftlich, politisch und gesellschaftlich diskutiert und neu ausgehandelt. Zahlen bilden Wirklichkeit demnach nicht einfach ab, sondern konstruieren unsere Wahrnehmungen von der Welt und unsere Übersicht über sie. Sie helfen einerseits dabei, Komplexität zu reduzieren und die Welt zu vereindeutigen, andererseits steigern sie wiederum die Komplexität der Gegenwarts- und Zukunftsberechnung. Ein historischer und historisierender Blick auf Zahlen fragt danach, wie Menschen an verschiedenen Zeiten und Orten mit und über Zahlen dachten, diese nutzten, mit ihnen rechneten und kommunizierten oder Zahlen instrumentalisierten und aktualisierten: In welchen Lebensbereichen konzentrierte, offenbarte oder versteckte sich die »Macht der Zahlen«? Warum und in welchen Kontexten suchten Herrschaftsträger und Staaten, aber auch ökonomische, wissenschaftliche, private oder zivilgesellschaftliche Akteure numerisches Wissen zu generieren und in Listen oder Statistiken festzuhalten? In welcher Weise waren und sind Zahlen und die Antizipation zukünftiger Ereignisse miteinander verbunden? Wie prägten Zahlen den Alltag von Menschen, aber auch deren Verständnis von Risiko oder Vernunft?

Das Deutsche Historische Institut Paris lädt Masterstudierende sowie Doktoranden und Doktorandinnen dazu ein, die »Macht von Zahlen« in epochenübergreifender Perspektive im Rahmen der Sommeruniversität 2021, die vom 28. Juni bis 2. Juli in Paris stattfindet, zu diskutieren und zu historisieren. Alle Teilnehmenden werden bereits vor Beginn der Sommeruniversität ein kurzes Paper zum eigenen Interessengebiet zirkulieren (bis 20 000 Zeichen) und in einem ersten Online-Vortreffen im Plenum vorstellen. Während des einwöchigen Treffens werden unterschiedliche Themenfelder verschiedener Epochen diskutiert; ein Reader wird vorab zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden erhalten außerdem Einführungen in die Praxis der Digital Humanities sowie der historischen Forschung in und über Frankreich. Einzelne Nachmittage stehen zur freien Verfügung.

Interessierte aus allen Epochen bewerben sich bis zum 25. April 2021 mit einem Kurzexposé (ca. 5 000 Zeichen). Die Bewerbungen sind an den wissenschaftlichen Koordinator des DHIP Dr. Niels F. May zu richten (nmay@dhi-paris.fr). Das Exposé soll Einblick in das geplante oder laufende Master- oder Dissertationsprojekt geben und den spezifischen Beitrag zur Diskussion während der Sommeruniversität skizzieren. Wir ermuntern ausdrücklich, anhand von konkreten (Quellen-)Beispielen methodische Probleme zu diskutieren. Ein Frankreichbezug ist willkommen, jedoch nicht obligatorisch.

Bewerbungsfrist: 25. April 2021

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news-7300 Tue, 23 Mar 2021 10:00:00 +0100 Ausschreibung: Herbstkurs 2021 https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-herbstkurs-2021.html Einführung in die Wissenschaftssprache Französisch und die Forschungspraxis in Frankreich Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) und das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) bieten 2021 einen gemeinsamen Herbstkurs an: Einführung in die Wissenschaftssprache Französisch und die Forschungspraxis in Frankreich

Der Kurs bietet frankreichinteressierten Historikerinnen und Historikern sowie Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern die Möglichkeit, ihre Französischkenntnisse fachwissenschaftlich auszubauen und einen vertieften Einblick in die Pariser Wissenschaftslandschaft und ihre Forschungsinfrastrukturen zu gewinnen.

Der fünftägige Intensivkurs dient dazu, die sprachlichen Grundlagen zur Arbeit in französischen wissenschaftlichen Institutionen zu schaffen und auf diese Weise den akademischen Austausch zu fördern. An zwei Vormittagen und drei Nachmittagen sind darüber hinaus Einführungen in das Bibliotheks- und Archivwesen, in Museums- und Sammlungsbestände und in die Arbeit von Forschungseinrichtungen vorgesehen. Sie werden ergänzt durch Abendvorträge, in denen Fachvertreterinnen und Fachvertreter über das universitäre System und Karrierewege in Frankreich berichten.

In Hinblick auf die Pandemie des Virus COVID-19 werden die in Frankreich geltenden Hygiene- und Abstandsregeln berücksichtigt. Gegebenenfalls notwendige Programm-änderungen und Anpassungen an die Situation im September 2021 sind vorbehalten.

Der Herbstkurs richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden, Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, Assistentinnen und Assistenten, Professorinnen und Professoren deutscher Hochschulen aus den Bereichen Geschichte und Kunstgeschichte sowie an das wissenschaftliche Personal in Museen und Gedenkstätten. In begründeten Ausnahmefällen können auch Studentinnen und Studenten im fortgeschrittenen Studium zugelassen werden.

Dauer: 20.–24. September 2021
Ort: DFK Paris

Bewerbungsfrist: 15. Juni 2021

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news-7298 Mon, 22 Mar 2021 10:41:26 +0100 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-28.html Neuer Mitarbeiter in der Abteilung Frühe Neuzeit Albert Schirrmeister ist seit dem 1. März 2021 in der Abteilung Frühe Neuzeit tätig. Im Anschluss an seine Promotion zu den kaiserlichen poetae laureati, den gekrönten Dichtern als Intellektuelle in der Zeit Maximilians I. und Karls V., arbeitete er in einem Forschungsprojekt zur humanistischen Historiographie. Daneben widmete er sich Forschungen zu Praktiken und Konzepten von Muße, zu Traum und Wissen sowie zuletzt vor allem einem Projekt zum »Erwartungshandeln« im Frankreich des 17. Jahrhunderts. In enger Verbindung hierzu steht das aktuelle Vorhaben, der Abschluss der Edition der französischen Korrespondenzen der Akten zum Westfälischen Frieden (Acta Pacis Westphalicae). Das DHIP führt dieses Projekt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität Bonn (Michael Rohrschneider) durch.

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news-7296 Fri, 19 Mar 2021 10:35:00 +0100 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-27.html Neue Mitarbeiterin in der Abteilung Neuere und Neueste Geschichte Seit dem 1. März 2021 verstärkt Agnieszka Wierzcholska die Abteilung Neuere und Neueste Geschichte. Sie wurde 2019 in Berlin promoviert und war zuletzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die jüdische und osteuropäische Geschichte sowie die Migrations- und Holocaustforschung. Am DHIP untersucht sie die Biografie des jiddisch-sprachigen Publizisten Dovid Eynhorn, der aus seiner osteuropäisch-jüdischen Migrantenperspektive in Paris die Geschehnisse der Zwischenkriegszeit verfolgte.

› Zur persönlichen Seite von Agnieszka Wierzcholska

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news-2154 Tue, 16 Feb 2021 10:07:40 +0100 German-African Tandem Fellowship und Individual Fellowships (Junior/Senior) https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/german-african-tandem-fellowship-und-individual-fellowships-juniorsenior.html Das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) schreibt zwei neue Fellowships aus, um den interkontinentalen Dialog und Austausch zu fördern. Das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA) schreibt zwei neue Fellowships aus, um den interkontinentalen Dialog und Austausch zu fördern: Das German-African Tandem Fellowship und das Individual Fellowship (Junior/Senior) für eine Dauer von drei bis fünf Monaten im Zeitraum vom 15. Januar bis 22. Juli 2022 in Ghana. Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler (bis zu sechs Jahre nach Abschluss der Promotion) und Senior Researcher (mehr als sechs Jahre nach Abschluss der Promotion) aus Deutschland und Afrika in einer relevanten Disziplin der Geistes- oder Sozialwissenschaften.

Bewerbungsfrist: 31. März 2021

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› Zur Ausschreibung Individual Fellowships

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news-2138 Thu, 28 Jan 2021 16:34:37 +0100 Zwei neue Programme zur Unterstützung der Frankreichforschung https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/zwei-neue-programme-zur-unterstuetzung-der-frankreichforschung.html Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) vergibt Stipendien zur Digitalisierungs- und Abschlussförderung Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Geschichtswissenschaften. Es vergibt dazu Stipendien an fortgeschrittene Master- und Lehramtsstudierende, Promovierende sowie Post-Doktorandinnen und Postdoktoranden für Forschungsvorhaben zur französischen, deutsch-französischen, afrikanischen Geschichte mit Frankreichbezug und zur digitalen Geschichte. Das DHIP unterstützt mit seiner Förderung die Durchführung laufender und die Entwicklung neuer Forschungsprojekte. Die Stipendien des DHIP richten sich an Bewerberinnen und Bewerber aus der deutschen Wissenschaftslandschaft, unabhängig von ihrer Nationalität.

Da erschwerte Reisebedingungen und eingeschränkte Archiv- und Bibliothekszugänge die Forschungsarbeit während der Corona-Pandemie beeinträchtigen, legt das DHIP bis auf Weiteres zwei neue Programme zur Unterstützung der Frankreichforschung auf:

1)    ein Programm zur Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksbeständen,
2)    ein Programm zur Fertigstellung von Qualifikationsarbeiten ohne Residenzpflicht in Frankreich.

Förderprogramm zur Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksbeständen
Das Programm sieht die Beratung beim Zugriff auf Ressourcen und die Finanzierung der Digitalisierung französischer Archiv- und Bibliotheksbestände vor, die für laufende Forschungsarbeiten benötigt werden und noch nicht digitalisiert sind. Die Digitalisate sollen angesichts der pandemiebedingt eingeschränkten Recherchemöglichkeiten gewährleisten, dass quellenbasierte geschichtswissenschaftliche Forschung weitergeführt werden kann.
Das DHIP trägt die Kosten für die Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksbeständen in Frankreich in einer Höhe bis zu 4 000 Euro. Die Bestellung der Digitalisate erfolgt nach einer vorherigen Beratung über die Bibliothek des DHIP. Darüber hinaus kann das DHIP zur Sichtung der Archiv- und Bibliotheksbestände einen kurzen Frankreich-Aufenthalt mit bis zu 1 000 Euro unterstützen. Die Kosten werden nach Vorlage der Belege für die Reise erstattet (Ticket, Übernachtungskosten). Ein vorheriger Antrag ist notwendig.

Voraussetzung für die Förderung ist ein gut vorbereitetes Forschungsvorhaben im Bereich der französischen, deutsch-französischen oder afrikanischen Geschichte mit dem Ziel der akademischen Qualifikation (Promotion oder Habilitation). Der Bewerbung sind folgende Dokumente beizulegen:
•    eine Projektskizze (ca. 10 000 Zeichen), die insbesondere die Relevanz der zu digitalisierenden Bestände, den Stand der Vorarbeiten der Qualifikationsschrift und Angaben zu den bereits konsultierten Archivbeständen erläutert,
•    eine genaue Liste der Archiv- und Bibliotheksbestände, die digitalisiert werden sollen, mit möglichst genauen Angaben zu deren Umfang und gegebenenfalls zu Zugangsbeschränkungen (dérogation/autorisation),
•    falls möglich, ein Kostenvoranschlag für die Kosten der Digitalisierung,
•    der gewünschte Zeitpunkt für die Digitalisierung.

Dem Antrag sind außerdem beizufügen:
•    ein Lebenslauf, aus dem der akademische Werdegang ersichtlich wird,
•    eine Bescheinigung der letzten akademischen Qualifikation (Studienabschluss oder Promotionsurkunde),
•    ein Gutachten des wissenschaftlichen Betreuers oder der wissenschaftlichen Betreuerin oder eines anderen ausgewiesenen Fachvertreters oder der Fachvertreterin. Das Gutachten soll Auskunft geben über die wissenschaftliche Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers und darlegen, in welchem Umfang französische Sprachkenntnisse vorhanden sind.

Mit der Annahme eines Stipendiums verpflichten sich Stipendiatinnen und Stipendiaten, der Bibliothek des DHIP nach Abschluss der Arbeiten ein Exemplar ihrer veröffentlichten Forschungsarbeit zukommen zu lassen. Der Antrag ist an die Institutsleitung zu richten. Das Anschreiben und alle Antragsunterlagen sind in einem einzigen PDF-Dokument zu senden an: foerderung@dhi-paris.fr. Fragen zum Sonderprogramm richten Sie bitte an die fachlich zuständigen Abteilungsleitenden.

Stipendien zur Fertigstellung von Qualifikationsarbeiten ohne Residenzpflicht in Frankreich
Das Stipendienprogramm bietet finanzielle Unterstützung für die Fertigstellung von Qualifikationsarbeiten (Promotion oder Habilitation), die kurz vor dem Abschluss stehen. Die Förderdauer beträgt bis zu drei Monate. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1 500€ für Promovierende und 2 000€ für Habilitierende. Das Stipendium kann für einen Aufenthalt in Frankreich genutzt werden, muss es aber nicht.

Voraussetzung für die Förderung ist ein gut vorbereitetes Forschungsvorhaben im Bereich der französischen, deutsch-französischen oder afrikanischen Geschichte mit dem Ziel der akademischen Qualifikation (Promotion oder Habilitation). Der Bewerbung sind folgende Dokumente beizulegen:
•    eine Projektskizze (ca. 25 000 Zeichen),
•    einen Überblick über den genauen Stand der Vorarbeiten inklusive einer Gliederung der Arbeit und einer Übersicht der erstellten und noch zu erstellenden Teile der Arbeit,
•    einen Zeitplan für die Förderdauer durch das DHIP,
•    das geplante Antrittsdatum und die beantragte Stipendiendauer,
•    ein Gutachten der wissenschaftlichen Betreuerin bzw. des Betreuers. Das Gutachten soll insbesondere Auskunft über den Stand der Arbeit geben und eine Einschätzung zum erwarteten Datum des Abschlusses der Arbeit geben.

Dem Antrag sind außerdem beizufügen:
•    ein Lebenslauf, aus dem der akademische Werdegang ersichtlich wird,
•    Angaben über die finanzielle Lage des zu fördernden Wissenschaftlers oder der Wissenschaftlerin (laufendes Einkommen, Stipendien etc.) sowie über eventuell bereits gewährte Förderungen von Seiten anderer Institutionen für das Forschungsprojekt,
•    eine Erklärung, dass kein bezahltes Arbeitsverhältnis für den beantragten Stipendienzeitraum eingegangen wird,
•    gegebenenfalls ein Nachweis über Einkünfte aus anderen Stipendien während des beantragten Förderzeitraums,
•    eine Bescheinigung der letzten akademischen Qualifikation (Studienabschluss, Promotionsurkunde, Habilitation),
•    ein Nachweis über eine gültige Krankenversicherung für die Zeit der geplanten Förderung.

Mit der Annahme eines Stipendiums verpflichten sich Stipendiatinnen und Stipendiaten, der Bibliothek des DHIP nach Abschluss der Arbeiten ein Exemplar ihrer veröffentlichten Forschungsarbeit zukommen zu lassen. Der Antrag ist an die Institutsleitung zu richten. Das Anschreiben und alle Antragsunterlagen sind in einem einzigen PDF-Dokument zu senden an: foerderung@dhi-paris.fr. Fragen zum Sonderprogramm richten Sie bitte an die fachlich zuständigen Abteilungsleitenden.

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news-2137 Thu, 28 Jan 2021 16:21:55 +0100 Gallia-Stipendium im Rahmen des Forschungsprojekts »Gallia Pontificia« https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/gallia-stipendium-im-rahmen-des-forschungsprojekts-gallia-pontificia.html Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Geschichtswissenschaften Es vergibt dazu Stipendien an fortgeschrittene Master- und Lehramtsstudierende, Promovierende, Post-Doktorandinnen und Postdoktoranden für Forschungsvorhaben zur französischen, deutsch-französischen, afrikanischen Geschichte mit Frankreichbezug und zur digitalen Geschichte. Das DHIP unterstützt mit seiner Förderung die Durchführung laufender und die Entwicklung neuer Forschungsprojekte. Die Stipendien des DHIP richten sich an Bewerberinnen und Bewerber aus der deutschen Wissenschaftslandschaft, unabhängig von ihrer Nationalität.

Die »Gallia Pontificia« ist das Langzeitprojekt des DHIP, in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der École nationale des chartes. Ziel ist die Erschließung der Kurialkontakte der französischen Kirchen im frühen und hohen Mittelalter sowie die Edition der für sie ausgestellten Papsturkunden. In diesem Rahmen vergibt das Institut Stipendien für die Dauer von einem bis höchstens sechs Monaten. Das Angebot richtet sich an Masterstudierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden und Postdocs, die im Zusammenhang mit ihrer Qualifikationsarbeit oder als unabhängiges Teilprojekt Quellenmaterial editorisch für die »Gallia Pontificia« aufarbeiten. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach der Qualifikationsstufe. Die aktuellen Sätze des DHIP finden sie hier: Förderung - Stipendien

Kontakt: Prof. Dr. Rolf Große

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news-2129 Fri, 15 Jan 2021 09:32:40 +0100 Call for Papers https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/call-for-papers-19.html Exploring a democratic ritual: »Young citizens’ ceremonies« in transnational perspective Isabelle Csupor, Haute école de travail social de Lausanne
Maxime Felder, Ecole polytechnique fédérale de Lausanne
Wim de Jong, Open University of Heerlen
Zoé Kergomard, Deutsches Historisches Institut Paris
Laurence Ossipow, Haute école de travail social de Genève
Antoine Mandret-Degeilh, Sciences Po Toulouse

Throughout the 20th century, and in some instances until today, various European countries, among them Switzerland, Austria, the Netherlands, Belgium, Germany and France, have organized ceremonies to celebrate the accession of young citizens to their political rights (and duties). Called Jungbürgerfeier, Erstwählerfeier, Burgerdag or promotions citoyennes, these rituals have long been forgotten in countries where they ceased to exist, or been overlooked as marginal or simply boring. In fact, however, in the course of their transformations and transnational circulation they have crystallized key tensions within contemporary democracies.

We are a team of scholars coming from different disciplines (anthropology, history, sociology, and political science) working on these ceremonies in Switzerland, France, Germany and the Netherlands. We would like to invite scholars working on or interested by these ceremonies in other contexts to join us and help us broaden our transnational perspective. We envision a workshop in July 2021 and a common publication building both on our specific case studies and on transversal questions.

We are particularly interested in the following questions:

  • Genesis of these ceremonies: what ends motivated their invention, under what inspiration (from other countries but also from other ceremonies, such as religious coming-of-age rituals or the (East-)German, Jugendweihe)? What needs, »problems«, or even »crises« of politics and/or youth where they intended to solve? What actors diagnosed these issues and promoted these ceremonies as »moral entrepreneurs« (Howard S. Becker)? At what level(s) of the state were they organized and with what civil society partners (i.e. citizenship education, youth or women’s groups)?
  • Historical transformations: did the aims of these ceremonies evolve over time, and hence their forms? Why were they abandoned in some instances and maintained in others? How do they relate to other kinds of ceremonies, such as naturalization ceremonies? How do these chronologies fit (or fail to fit) with the transformations of democracy at large? Can the study of these ceremonies help us adjust our understanding of European democracies throughout the 20th century (from the interwar tensions, the »disciplined« or »constrained« model of democracy after 1945, to 1968, or tensions surrounding citizenship in today’s multicultural societies)?
  • Ritual dimensions: how did/do their organizers approach their »choreography«, from speeches, oath taking and/or the distribution of certificates and booklets, to music, food and beverages? How did they plan the »staging« of politics, democracy, pluralism, and particular political actors during these events? What other actors (i.e. military or religious authorities, civil society, youth groups) were invited and in what role? How solemn, participatory, and/or entertaining were/are these ceremonies supposed to be? What is the intended place of young people themselves? How have organizers anticipated and approached possible disruptions (from laughter to planned interventions)? What role has the media played in the staging of these ceremonies (both by organizers and by potential disrupters)?
  • Understandings but also concrete practices of citizenship and participation that were/are negotiated (and often contested) in these ceremonies, between authorities, political forces, civil society, and of course young people: what level(s) of citizenship (local, regional, national, supranational) were addressed? What role did localism and/or nationalism play? What understanding(s) of citizenship and participation (voting, demonstrating, and participating in political parties or in social movements) were particularly promoted, legitimized or on the contrary stigmatized?
  • The interplay between inclusion and exclusion, along the lines of gender, age, social class, nationality: how did/do the ceremonies handle the exclusion of some young people (women and foreigners in particular) from political rights? Were differentiated models of citizenship promoted as a result (i.e. male citizen-soldier vs. nurturing mothers)? Where these ceremonies were designed to address all young people, who actually took part? How socially exclusive have they remained in their very design?

Calender

  • Abstracts (around 500 words) for March 30th, 2021
  • Selection: April 2021
  • Drafts on case studies until June 1st, 2021
  • Workshop (format to be discussed, off- or online): July 2021.

Contact: Zoé Kergormard

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news-2127 Fri, 15 Jan 2021 08:48:54 +0100 Ausschreibung https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/ausschreibung-7.html Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) verleiht 2021 zum siebten Mal den deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten Das Deutsche Historische Institut Paris verleiht 2021 zum siebten Mal den deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten.

Eingereicht werden können Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 an einer Hochschule in Deutschland oder Frankreich als Master-Abschlussarbeit (oder Äquivalent, z. B. Zulassungsarbeit zum Staatsexamen) in den Geschichtswissenschaften oder einer historisch arbeitenden Disziplin verteidigt und mit einer Note von »gut« bis »sehr gut« (in Frankreich 14/20 und besser) bewertet worden sind. Der Untersuchungsgegenstand soll bei einer Einreichung an einer deutschen Hochschule der französischen Geschichte, hingegen bei einer Einreichung an einer französischen Hochschule der deutschen Geschichte entnommen sein oder für beide Fälle der deutsch-französischen Geschichte angehören. Der Untersuchungszeitraum kann von der Spätantike bis in die jüngste Zeitgeschichte reichen.

Bewerbungsfrist: 28. Februar 2021

Der deutsch-französische Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten ist mit 500 € dotiert. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird nach Paris zur Preisverleihung eingeladen. Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Die Zeitschrift des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) »Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte« behält sich die Möglichkeit vor, nach der üblichen externen Begutachtung, wesentliche Aspekte der Preisschrift als wissenschaftlichen Aufsatz zu veröffentlichen.

Eine Kommission aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des DHIP und Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen wählt unter den eingegangenen Bewerbungen den Preisträger oder die Preisträgerin aus. Ein Rechtsanspruch auf die Verleihung des Preises besteht nicht.

Für die Teilnahme am Wettbewerb senden Sie bitte per E-Mail Ihre Abschlussarbeit zusammen mit dem Gutachten des Betreuers oder der Betreuerin der Arbeit, einer zweiseitigen Zusammenfassung auf Französisch bzw. Deutsch (jeweils in der Sprache, in der die Arbeit nicht verfasst wurde), einem Bewerbungsschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf in einem einzigen PDF-Dokument an: geschichtspreis@dhi-paris.fr.

Mehr Informationen
Ausschreibung (PDF)

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news-2125 Thu, 14 Jan 2021 16:00:00 +0100 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-21.html Mathilde Ackermann erhält deutsch-französischen Geschichtspreis für Master-Abschlussarbeiten des DHIP Der Masterpreis 2020 des DHIP wurde an Mathilde Ackermann für ihre Arbeit zum Thema »Der Gérant zwischen Herr und Sklaven. Die Sozial- und Machtverhältnisse auf den Plantagen am Ende des 18. Jahrhunderts in Saint-Domingue – eine Fallstudie« an der Universität Bielefeld verliehen. In ihrer Arbeit untersucht Mathilde Ackermann die französische Plantagenwirtschaft und stellt die Figur des Gérant, den Plantagenverwalter in der ehemaligen französischen Sklavenkolonie Saint-Domingue, in den Mittelpunkt. Mit dem deutsch-französischen Geschichtspreis werden ausgezeichnete Master-Abschlussarbeiten gewürdigt, die sich der französischen, deutschen oder deutsch-französischen Geschichte widmen.

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news-2152 Tue, 12 Jan 2021 09:59:00 +0100 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-22.html Neuer Mitarbeiter in der Abteilung Mittelalter Seit dem 1. Januar 2021 ist Sebastian Gensicke als Doktorand am DHIP in der Abteilung Mittelalter sowie für die Gallia Pontificia tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Historischen Grundwissenschaften (insbes. Diplomatik und Kodikologie) und die Historische Netzwerkforschung. Am DHIP forscht er zu bischöflichen Netzwerken in der Kirchenprovinz Reims zwischen 1050 und 1150.

› Zur Person
› Zum aktuellen Forschungsprojekt

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news-2119 Thu, 17 Dec 2020 08:44:12 +0100 Soeben erschienen! https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/soeben-erschienen-36.html Francia-Recensio 2020/4 Die aktuelle Ausgabe von »Francia-Recensio« enthält 73 Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neuere und Neueste Geschichte.

Zur aktuellen Ausgabe

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news-2117 Thu, 17 Dec 2020 08:35:32 +0100 Aussschreibung https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/aussschreibung.html Karl-Ferdinand-Werner-Fellowships Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) vergibt zweimal jährlich die Karl-Ferdinand-Werner-Fellowships. Gefördert werden u.a. individuelle Archiv- und Bibliotheksforschungen in Paris und Umgebung sowie Aufenthalte, die der konzentrierten Manuskriptarbeit mit Hilfe der Institutsbibliothek dienen oder der Vertiefung von wissenschaftlichen Kontakten für die französisch-deutsche Wissenschaftskooperation.

Bewerbungsfrist: 28. Februar 2021

Zur Ausschreibung

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news-2115 Wed, 16 Dec 2020 17:26:00 +0100 Soeben erschienen! https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/soeben-erschienen-35.html Jahresbericht 2019/2020 des DHIP Der in deutscher Sprache veröffentlichte Jahresbericht informiert über die Aktivitäten sowie über die Projekte der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am DHIP im akademischen Jahr 2019/2020. In der Rubrik im Fokus wird ein neues Projekt am DHIP zum Status der Juden in Europa (11.–14. Jahrhundert) vorgestellt sowie über die Pariser Historischen Studien im Gold Open Access und die Kooperation zwischen dem LabEx EHNE und dem DHIP berichtet. Falls Sie ein gedrucktes Exemplar erhalten möchten, schreiben Sie uns gern eine E-Mail an: presse@dhi-paris.fr.

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news-2113 Tue, 15 Dec 2020 12:46:00 +0100 Personalia https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/personalia-20.html Dr. Stefan Martens wird für seine Tätigkeit am DHIP geehrt Zum Jahresende wird Dr. Stefan Martens nach 37 Jahren aus dem DHIP verabschiedet. Prof. Dr. Thomas Maissen überreichte ihm aus diesem Anlass eine Urkunde der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. Sie dankt Dr. Stefan Martens für die der Bundesrepublik Deutschland geleisteten treuen Dienste.
Dr. Stefan Martens studierte Geschichte und Philosophie in Frankfurt am Main und in Münster/Westfalen. Nach der Promotion 1983 bei Prof. Dr. Klaus Hildebrand zur Rolle Hermann Görings in der Außenpolitik des Dritten Reiches wurde er zunächst Mitarbeiter und später Leiter der Abteilung Zeitgeschichte am DHIP. Von 2002 bis zu seinem Ausscheiden war er Stellvertretender Direktor des Instituts. 2015 wurde Dr. Stefan Martens durch die französische Kulturministerin Fleur Pellerin zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur ernannt.

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news-2111 Tue, 08 Dec 2020 15:52:31 +0100 Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in für die Abteilung Frühe Neuzeit (Edition Acta Pacis Westphalicae) https://dhi-paris.fr//newsroom/detailseite/news/detail/News/wissenschaftlichen-mitarbeiterin-fuer-die-abteilung-fruehe-neuzeit-edition-acta-pacis-westphalicae.html Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP), Teil der Max Weber Stiftung, Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder nach Vereinbarung eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in. Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). Das Institut arbeitet unter den Leitbe-griffen »Forschen – Vermitteln – Qualifizieren« auf dem Gebiet der französischen, deutsch-französischen, westeuropäischen und afrikanischen Geschichte und nimmt eine führende Vermittlerrolle zwischen Deutschland und Frankreich ein.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität Bonn (Prof. Dr. Michael Rohrschneider) schreibt das DHIP eine Stelle aus, um die Edition der französischen Korrespondenzen im Rahmen der Akten zum Westfälischen Frieden (Acta Pacis Westphalicae) abzuschließen.

Wir suchen deshalb befristet für vorerst zwölf Monate einen wissenschaftlichen Mitarbeiter oder eine wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Fertigstellung der historisch-kritischen (Print-)Edition französischer Korrespondenzen aus dem Kontext des Westfälischen Friedenskongresses.

Wir erwarten:

  • Abschluss im Bereich der frühneuzeitlichen Geschichte, idealerweise Promotion;
  • sehr gute Französischkenntnisse;
  • gute Paläographiekenntnisse;
  • eingehende Kenntnisse zur Geschichte des 17. Jahrhunderts, nach Möglichkeit auch zum Dreißigjährigen Krieg und zum Westfälischen Frieden.

Wir bieten:

  • gründliche Vorarbeiten und eine vollständige Quellengrundlage für den Abschluss des Editionsprojekts;
  • die Mitarbeit in einem dynamischen Team;
  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Herzen von Paris und eine akademische Anbin-dung an die Universität Bonn;
  • eine Vergütung auf Grundlage des lokalen Gehaltsschemas der Deutschen Botschaft;
  • eine Anstellung in einer öffentlichen Einrichtung, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

Bewerbungsfrist: 3. Januar 2021

Weitere Informationen in der Ausschreibung

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