»Wer spricht für die Juden?« Der Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland in historischer Perspektive
Vortrag von Stefanie Schüler-Springorum (TU Berlin), im Rahmen der Reihe »Les jeudis de l’Institut historique allemand«
Kommentar: Emmanuel Debono (Historiker, Chefredakteur des DDV (Licra))
16. April 2026, vor Ort und online
In den letzten Jahren ist die Frage der »Betroffenenperspektive« in der Antisemitismusforschung und -bekämpfung ins Zentrum gerückt. Damit schließt sich gewissermaßen ein Kreis, denn wie der Vortrag zeigt, waren es in historischer Perspektive fast immer nur Juden und Jüdinnen, die sich gegen Antisemitismus stark gemacht haben. Dennoch konnten sie die Machtübergabe an die Nationalsozialisten in Deutschland nicht verhindern. Eine Analyse der Strategien gegen Antisemitismus vor 1933 und nach 1945 zeigt, dass sich tatsächlich nicht allzu viel verändert hat. Was bedeutet diese Erkenntnis für unsere heutige Situation? Wie können wir die alten Strategien heute wieder fruchtbar machen? Schüler-Springorum geht diesen Fragen am Beispiel der Entwicklung in Deutschland nach.
Bildnachweis: Canva, Foto: Markus Spiske/Pexels, 2019.
