Audio- und Videomitschnitte

Zeitgeschichte und Demokratie – eine Standortbestimmung

Vortrag von Silke Mende (Univ. Heidelberg), im Rahmen der Reihe »Les jeudis de l’Institut historique allemand«
Kommentar: Boris Gobille (ENS Lyon)
15. Januar 2026, vor Ort und online 

Die Demokratie steckt in der Krise – so eine weit verbreitete gegenwärtige Wahrnehmung. Welche Rolle kommt Zeithistoriker:innen in öffentlichen Debatten angesichts dieser und ähnlicher Bedrohungsdiskurse zu? Dieser Frage geht Silke Mende in ihrem Vortrag nach. Sie prüft aktuelle Themen, Ansätze und Herausforderungen einer Zeitgeschichte der Demokratie in europäischer Perspektive. In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Zeitgeschichte zueinander? Wie hat sich dieses Verhältnis seit 1945 gewandelt? Ausgehend von der bundesdeutschen Zeitgeschichte zeichnet Mende die Entwicklung des Fachs vor dem Hintergrund der Diktaturerfahrung nach. Sie skizziert die Dynamiken und Konjunkturen zeithistorischer Demokratieforschung im Spannungsfeld von Erfolgs- und Defizitgeschichten.

Silke Mende ist Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg.

Silke Mende (Univ. Heidelberg)

Bildnachweis: Bundestagswahl 1961, Wähler bei Stimmabgabe, Bundesarchiv, B 145 Bild-F011303-0007 / Steiner, Egon / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.