Démocraties fragilisées. Un retour des autoritarismes?

Corine Pelluchon (Philosophin und Essayistin)

  • 20. und 21. Jahrhundert Podiumsdiskussion
  • 19:30 Uhr (02.07.) - 21:30 Uhr (02.07.)
  • Maison Heinrich Heine

Veranstaltung im Rahmen des Zyklus »Démocraties fragilisées. Un retour des autoritarismes?«

Der Vormarsch der radikalen Rechten, die Banalisierung autoritärer Diskurse und die Schwächung der Gegenkräfte stellen unsere Demokratien auf eine harte Probe. Die Veranstaltungsreihe bietet eine Analyse dieser Dynamiken aus historischer, soziologischer und philosophischer Perspektive, um die heutigen Formen von Machtausübung und die Verletzlichkeit unserer heutigen Gesellschaft zu beleuchten.

In ihrem Buch »La démocratie sans emprise« analysiert Pelluchon sowohl die objektiven Ursachen als auch die unbewussten Triebkräfte, die Menschen für autoritäre und neofaschistische Diskurse empfänglich machen. Anstatt die objektiven Ursachen des sozialen Unbehagens zu untersuchen, lenken nationalistische Führer die Frustration auf Sündenböcke um und veranlassen die Menschen dazu, ihr Gefühl der Ohnmacht und Verletzlichkeit in Nationalstolz zu wandeln. Das Verständnis dieses Mechanismus, der mit Machtmissbrauch zusammenhängt, ermöglicht es jedoch, aufzuzeigen, was Demokratie über institutionelle Schutzmechanismen hinaus bewahren kann. So führt Pelluchon den Begriff der »Kraft des Weiblichen« ein. Er steht in engem Zusammenhang mit dem Feminismus, richtet sich aber an beide Geschlechter und zielt darauf ab, Macht als Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln und nicht als Dominanz neu zu denken.

In Kooperation mit der Maison Heinrich Heine und der Bibliothèque publique d’information Centre Pompidou. 

Veranstaltung mit Simultanübersetzung (Deutsch/Französisch).

Anmeldung: über die Website der Maison Heinrich Heine

 

Bildnachweis: Corine Pelluchon © Virginie Bonnefon, Buchcover © Verlag Bibliothèque Rivages.