Schreibende Frauen spielen für die mittelalterliche Handschriftenproduktion eine wichtige Rolle. Gleichwohl wird die literatur- und kulturhistorische Bedeutung von Frauenskriptorien noch immer stark unterschätzt.
Ziel der Tagung ist es deshalb, durch einen neuen Blick auf die Geschichte einzelner Konvente, deren Bibliotheken und Netzwerke die Erforschung vormoderner Frauengelehrsamkeit sowie die Erfassung des Anteils schreibender Frauen an der Manuskriptproduktion und -überlieferung weiter voranzubringen. Die Tagung leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zu einer Kulturgeschichte der Frauenbildung, sondern auch allgemein zur Wissensgeschichte des mittelalterlichen Europas.
Für eine Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung mit Angabe von Namen, E-Mail- und Wohnadresse sowie der Dauer der Teilnahme an conference@stibi.ch nötig.
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
Organisation: Cornel Dora (Stiftsbibliothek St. Gallen), Cornelia Herberichs (Freiburg, CH), Tino Licht (Univ. Heidelberg), Kirsten Wallenwein (DHIP), Katja Weidner (LMU München).
In Kooperation mit der Stiftsbibliothek St. Gallen, den Univ. Freiburg (CH), Heidelberg und der LMU München. Gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds.
Bildnachweis: Die schreibende Clara von Assisi, Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. Thennenbach 4 (»Klarenbuch«), fol. 157r, https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/pageview/171674.

