Veranstaltungen

Dialog und Austausch

15.11.2021

Online: Seminar Ideengeschichte

Universalgeschichte aus der Sicht von August Ludwig Schlözer und Friedrich Schiller

  • Seminar Frühe Neuzeit
  • 10:00 Uhr (15.11.) - 12:00 Uhr (15.11.)
  • Online

August Ludwig Schlözer, Vorstellung seiner Universalhistorie, Göttingen u. Gotha, 1772 (§§1-23, sélection).
Friedrich Schiller, Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?, 1789. (Akademische Antrittsrede von 1789, ins Französische übersetzt von Ayse Yuva). 

Obwohl die Ideengeschichte schon oft für tot erklärt wurde, erlebt sie derzeit in der internationalen Forschung ein Revival: Sie zieht die Aufmerksamkeit jener Philosophinnen und Philosophen auf sich, die an der allzu ahistorischen Praxis ihrer Disziplin Anstoß nehmen und die für ein besseres Verständnis philosophischer Argumente und Fragen einen kontextuelleren Ansatz fordern. Außerdem steht die Ideengeschichte auch wieder im Mittelpunkt der historiografischen Debatte. Nach einer anfänglichen Hochphase, die insbesondere durch die Arbeiten von Reinhart Koselleck und seinen Schülerinnen und Schülern geprägt war, öffnen sich die Historikerinnen und Historiker nun für neue ideengeschichtliche Ansätze und Methoden, wie die der Cambridge School, der globalen Ideengeschichte oder der Digital Humanities. Der Zugang zu einem immer umfangreicheren Korpus und neue Recherchemethoden (z. B. nach Stichworten) machen ein Nachdenken über die Geschichte der Begriffe und Ideen erforderlich.

Aufgrund dieser Situation haben wir im Jahre 2019 diesen Lesekreis zur Ideen-, Begriffs- und Konstellationsgeschichte ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, die Teilnehmer/innen mit den wichtigsten Texten vertraut zu machen, die sich mit den Zielen und Methoden der Ideengeschichte und der Philosophie in ihren verschiedenen Ausprägungen befassen. Wir möchten einen Raum für die Diskussion dieser Fragen bieten, die im Mittelpunkt der philosophischen und historischen Disziplinen stehen und die deren jeweilige Gegenstände, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede betreffen.

Nachdem wir zwei Jahre lang zur Geschichte der Philosophie gearbeitet haben, steht nun ein neues Thema auf dem Programm. Im Jahr 2021/22 soll es um die Philosophie der Geschichte gehen.

Im ersten Semester findet dieses Seminar online statt und wird in Zusammenarbeit mit Andree Hahmann, Professor für Geschichte der Philosophie an der Tsinghua Universität (Peking), organisiert. Wenn es die Infektionslage zulässt, wird die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Historischen Institut Paris im zweiten Semester erneut in einem Präsenz-/Hybridformat durchgeführt.

Aufgrund der Zeitverschiebung findet das Seminar am Montagmorgen von 10:00-12:00 Uhr statt. Seminarsprachen sind Französisch, Deutsch, Englisch.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie an diesem Seminar oder an einer der Sitzungen teilnehmen möchten. Wir senden Ihnen dann eine Woche vor der Sitzung die Texte, die besprochen werden zu.

Anmeldung für die Online-Teilnahme: Zoom.

Eine Kooperation zwischen der EA 1577 »Les mondes allemands. Histoire des idées et des représentations« der Universität Paris 8 Vincennes-Saint-Denis, des DHIP und der EA 373 »Institut de Recherche philosophique« (IREPH) der Universität Paris-Nanterre und der Universität Tsinghua.
Organisation: Stefanie Buchenau, Christian Berner, Andree Hahmann, François Thomas, Jean-Baptiste Vuillerod.

Kontakt
Stefanie Buchenau
Christian Berner


Dieses Seminar findet im Rahmen der Reihe »Cercle de lecture/Lesekreis/Reading group sur l’Histoire des Idées 2021/2022« statt. Informationen zu den folgenden Sitzungen finden Sie im Programm.