Pressemitteilung

Pressemitteilung

17. Juni 2021

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Forschungsprojekt »Edition der französischen Korrespondenzen des Westfälischen Friedenskongresses (Mai bis Oktober 1648)«

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt »Edition der französischen Korrespondenzen des Westfälischen Friedenskongresses« für zwölf Monate mit einer Fördersumme von 83.630 Euro. Das Kooperationsprojekt des Deutschen Historischen Instituts (DHIP) mit Michael Rohrschneider (Zentrum für Historische Friedensforschung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) bringt die Arbeiten an Band 9 der französischen Korrespondenz für die Monate Mai bis Oktober 1648 in den »Acta Pacis Westphalicae« (APW) zum Abschluss. Ediert werden insgesamt 220 Schreiben, die zwischen den französischen Diplomaten in Westfalen und dem Pariser Hof gewechselt wurden. Diese Tätigkeit obliegt Albert Schirrmeister, der seit dem 1. März 2021 in der Abteilung Frühe Neuzeit am DHIP tätig ist.

Der Westfälische Frieden vom 24. Oktober 1648 zählt zu den fundamentalen Friedensschlüssen der Neuzeit. Er gilt als »Referenzfrieden« für nachfolgende Friedensschlüsse und ist fester Bestandteil des kollektiven europäischen Gedächtnisses. In der historisch-kritischen Edition der »Acta Pacis Westphalicae« (APW), bislang herausgegeben von Max Braubach (†), Konrad Repgen (†) und Maximilian Lanzinner, liegen die kaiserlichen und schwedischen Kongresskorrespondenzen bereits vollständig in insgesamt 16 (Teil-)Bänden (APW II A bzw. II C) vor. Allerdings weist diese hervorragende Dokumentation eine gravierende Lücke auf, die nun geschlossen wird: Mit der von Albert Schirrmeister zu bearbeitenden Edition werden die französischen Briefe des entscheidenden Zeitraums, der dramatischen letzten Monate bis zum Friedensschluss vom 24. Oktober 1648, in den »Acta Pacis Westphalicae« aufgearbeitet und greifbar.

Die Edition wird als Printausgabe in der im Aschendorff Verlag erscheinenden Reihe der APW sowie im Gold Open Access auf der Publikationsplattform perspectivia.net der Max Weber Stiftung veröffentlicht.


Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP), gegründet 1958 und seit 2002 Teil der Max Weber Stiftung, ist ein historisches Forschungsinstitut im Zentrum von Paris. Das DHIP betreibt eigene Forschung und unterstützt gleichzeitig Forscherinnen und Forscher, die zur westeuropäischen oder afrikanischen Geschichte arbeiten und dazu Recherchen in Frankreich vornehmen. Durch seinen Standort, sein internationales Team und sein dichtes Netz an Kooperationspartnern vermittelt das DHIP zwischen verschiedenen Wissenschaftskulturen und fördert eine international ausgerichtete Geschichtsschreibung. Forschenden unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher methodischer Ausrichtung und unterschiedlichen Alters den Austausch und den Dialog zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe des Instituts.    

Das Zentrum für Historische Friedensforschung (ZHF) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wurde am 24. Juni 2013 gegründet. Mit seiner durch die Universität Bonn zur Verfügung gestellten Infrastruktur dient es als Ankerpunkt für vielfältige Projekte zur Erforschung von Frieden und Sicherheit in der Geschichte. Das Zentrum wird seit 2016 durch den Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität, Prof. Dr. Michael Rohrschneider, geleitet und von einem wissenschaftlichen Beirat beraten und unterstützt. www.zhf.uni-bonn.de

Pressemitteilung als PDF-Dokument

Pressekontakt
Jeannette Franke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@dhi-paris.fr
Tel.: +33 (0)1 44 54 23 80

Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal
75003 Paris