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Die Intellektuellen und die Idee des Kaisertums im Mittelalter (9.‒16. Jahrhundert)

Die Idee des Kaisertums im Mittelalter zu untersuchen heißt, sie mit den vielfältigen Veränderungen zu konfrontieren, die die Welt der Gelehrten, »intellectuels« (Jacques Le Goff) oder »gens de savoir« (Jacques Verger), erfahren hat. In Klöstern, Universitäten oder Fürstenhöfen ausgebildet, standen Intellektuelle im Mittelpunkt der Diskussion über die Idee des Kaisertums. Die Überlegungen dieser europäischen Gelehrten entstanden vor dem Hintergrund ihres kulturellen Umfelds, neuer philosophischer Ansichten und nationaler Vorstellungen. Anhänger und Gegner des Kaisertums, Parteigänger des Papsttums oder anderer Machthaber ‒ man denke nur an den Popolo der italienischen Gemeinden, die Könige von Frankreich oder von Ungarn ‒, sie alle füllten die Idee des Kaisertums mit Leben und bedienten sich ihrer.

Die Tagung widmet sich der Haltung, die die Intellektuellen gegenüber der Idee vom Kaisertum einnahmen, der Art und Weise, wie sie ‒ von der Zeit der Karolinger bis ins 16. Jahrhundert ‒ das westliche Kaisertum priesen, rechtfertigten oder kritisierten.

Sie wird organisiert vom DHIP, der Universität Paris-Est Créteil und der Universität Paris-Est Marne-la-Vallée und findet vom 9.‒10. März 2020 in Paris und Créteil statt.

Die von Historikerinnern und Historikern des Centre de Recherches en Histoire Européenne Comparée (CRHEC), des Laboratoire Analyse Comparée des Pouvoirs (ACP) und des DHIP organisierte Tagung wendet sich an Mediävisten vom Früh- bis zum Spätmittelalter wie auch an Rechtshistoriker. Die Tagung steht insbesondere jungen Forscherinnen und Forschern offen. Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

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