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Call for Papers

Welche politische Bildung für welche Demokratie? Transnationale Perspektiven vom 19. bis 21. Jahrhundert

Internationale Tagung am DHIP, 1.–3. April 2020
Kooperationspartner: Musée national de l’Éducation (Netzwerk Canopé, Rouen), American University of Paris
Veranstaltungssprachen: Deutsch, Englisch und Französisch
Organisation: Zoé Kergomard, Olivier Lamon (DHIP)

Welchen Bürger, welche Bürgerin für welche Demokratie? Mit der schrittweisen Ausweitung des Wahlrechts und von dem Moment an, als sich die Politik ohne die Wählerschaft nicht mehr denken ließ, haben Stimmen aus Philosophie, Politik und Pädagogik, Aktivisten und Aktivistinnen sowie Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Herangehensweisen an die Frage der politischen Bildung vorgeschlagen. Ihre Überlegungen reichten von der Entwicklung einer »demokratischen politischen Kultur«, über »republikanische Werte« (»valeurs républicaines«) bis hin zur Idee der Emanzipation »von unten« und spiegelten sich sowohl in der Schule als auch in Praktiken aus der Zivilgesellschaft. In den Geistes- und Sozialwissenschaften werden diese theoretischen und praktischen Beiträge zur Frage des Bürger-Seins meist als eigenständige Fallstudien konzipiert, die oft in nationalen und geschlossenen Kontexten gedacht werden. Dabei sind sie mit immer wiederkehrenden Fragen verbunden: Wie lassen sich der Einzelne, die Einzelne und das Kollektiv zueinander in Verbindung setzen? Wie kann die politische Bildung gefördert werden, ohne ihre Inhalte vorzuschreiben? Geht es darum, die Unterstützung der Bürger und Bürgerinnen für das demokratische Projekt mit all seinen Unvollkommenheiten zu gewinnen oder die Kritik desselben und damit die politische Emanzipation zu fördern?

Um die verschiedenen Antworten auf diese demokratische Herausforderung zu historisieren, wird die Tagung Fachleute aus verschiedenen Ländern und Disziplinen wie Geschichte, Philosophie, Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaften und Soziologie zusammenbringen.

Vorschläge für Beiträge (Titel, Abstract im Umfang von maximal 3000 Zeichen, Kurzbiografie) sind bis zum 31. Oktober 2019 per E-Mail an citizenshipeducation@dhi-paris.fr zu senden.

Vorschläge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern sind besonders willkommen. Reise- und Aufenthaltskosten werden unter Vorbehalt des Erhalts beantragter Fördergelder übernommen.

Weitere Informationen in der Ausschreibung:
› Call for Papers auf Deutsch
› Call for Papers auf Französisch
› Call for Papers auf Englisch