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Call for Papers: Die Räume der Lebensreform

Workshop über die Räume der Lebensreform: Konstruktion und Strukturierung einer Bewegung und ihrer Umwelt

Der Begriff der »Lebensreform« taucht um 1900 in Deutschland auf und bezeichnet eine heterogene Gruppe von sozialreformerischen Bewegungen, die eine einfache, gesunde und ›natur‹-nahe Lebensweise anstrebten. Die Forschung zur Lebensreform hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren zunehmend von einer rein deutschen Perspektive emanzipiert. Diesem Trend folgt die Tagung, sie konzentriert sich zwar auf den deutschsprachigen Raum, aber Beiträge, die Einblicke und Vergleiche mit Reformbewegungen aus anderen Ländern bieten, sollen integriert werden. Chronologisch wird die Perspektive auf die Jahre von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre erweitert.

Im Zentrum des Workshops stehen die Räume der Lebensreform. Raum wird dabei als soziales Konstrukt begriffen, das sich mit diesen Strömungen wechselseitig entwickelt, definiert und entfaltet hat. Die Beiträge können sich an einer oder mehreren der folgenden vier Achsen orientieren: 1) Mikrogeschichte, Alltagsräume und materielle Kulturen; 2) Zirkulation und Austausch auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene; 3) Aneignung von Raum und Zeit; 4) Heterotopien im kolonialen Raum.

Der Workshop ist interdisziplinär ausgerichtet. Historische Ansätze aus der Geographie, Geschichte, Philosophie, Wirtschaft und den Sportwissenschaften (in historischer Perspektive) sind willkommen. Die Tagung richtet sich an junge Forscherinnen und Forscher (Promotion und Post-Doc). Die Vorträge können in deutscher oder französischer Sprache gehalten werden. Eine passive Beherrschung beider Sprachen wird erwartet.

Bewerbungsfrist: 15. Juni 2022

Der Workshop wird am 3. bis 4. November 2022 am Deutschen Historischen Institut Paris stattfinden.

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