Newsroom

Alle Meldungen auf einen Blick
Wissenschaftliche Angebote 20. und 21. Jahrhundert

Call for Papers: Forschungsseminar der Neueren und Neuesten Geschichte

Atelier zur transnationalen Geschichte. Transnationale Geschichte schreiben: historiografische und methodologische Fragen

Die Abteilung Neuere und Neueste Geschichte des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) richtet seit 2016 ein Forschungsseminar mit dem Ziel aus, die Diskussion unter Historikerinnen und Historikern über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg zu fördern. Auch im Herbst und Winter 2021 möchten wir die in den letzten Jahren begonnene Beschäftigung mit transnationaler Geschichte fortsetzen und das Seminar für Forschende öffnen, die ihre Forschungsprojekte diskutieren und ihren »transnationalen« Blick und Methodologie kritisch reflektieren wollen. Nachwuchsforschende und/oder aktuelle und ehemalige Geförderte und Gastforschende des DHIP sind besonders herzlich willkommen.

Gemeinsam möchten wir Herausforderungen und Probleme transnational angelegter Forschungsprojekte diskutieren, zumal wenn sie sich in unterschiedlichen disziplinären Traditionen und/oder akademischen Kulturen verankern. Wie wählt man den Forschungsgegenstand in einem transnationalen Wissenschaftskontext aus? Wie schreiben wir Geschichte, wenn sie über nationale Engführungen, über eine Geschichte binationaler Beziehungen hinausgeht und wir andere Analyseparameter als die des Nationalstaats nutzen? Vor welche Herausforderungen stellen uns dann Periodisierung(en) und breitere Kontextualisierung(en)? Wie positionieren wir uns zwischen mehreren Disziplinen, die wiederum je nach nationalem Forschungszusammenhang unterschiedlich wahrgenommen werden? Wie gehen wir mit der Vielfalt methodologischer Bezüge um? Wie gehen wir mit Konzepten aus unterschiedlichen Sprachen und Forschungskulturen um und wie übertragen wir sie? Wie erfüllen wir die impliziten oder expliziten Erwartungen einer Forschungsgemeinschaft und fungieren gleichzeitig als Übersetzer und Übersetzerinnen von Konzepten? Durch die Auseinandersetzung mit den historiografischen Traditionen, in die wir uns einschreiben, möchten wir diskutieren, warum und wie wir verschiedene Herangehensweisen der Sozial-, Politik- oder Kulturgeschichte integrieren können. In Anlehnung an die Forschungsinteressen unserer Abteilung freuen wir uns besonders über Vorschläge aus der jüdischen Geschichte, Geschlechter-, Demokratiegeschichte, Geschichte von Minderheiten, wirtschaftlichen Praktiken oder Wissensformen. Historische Projekte aus anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen sind ebenfalls willkommen.

Im Herbst 2021 planen wir vier bis fünf Sitzungen, in der Regel an einem Dienstagnachmittag. Die Seminarsprachen sind je nach Sitzung Deutsch, Französisch und/oder Englisch. Je nach Pandemiebedingungen und Verfügbarkeit findet das Seminar entweder online statt oder als face-to-face/hybrid-Veranstaltung. In diesem Fall erstatten wir die Reisekosten des oder der Vortragenden.

Das Seminar hat zwei mögliche Formate: Entweder Sie schicken einen Text, den alle Teilnehmenden vorab lesen, und präsentieren ihn kurz während des Seminars oder Sie machen nur eine mündliche Präsentation von maximal 15–20 Minuten. Die Sitzungen finden im »Tandem« (zwei Vorträge mit ähnlichen Themen) statt. Sie können gerne selbst eine Person vorschlagen, mit der Sie gerne vortragen würden, es ist aber nicht zwingend erforderlich.

Vorschläge für Vorträge (maximal 250 Wörter) sollten bis zum 15. Juni 2021 über dieses Formular eingereicht werden: LimeSurvey - L’atelier du transnational

Das Semesterprogramm wird im Juli 2021 bekannt gegeben.

Organisationskomitee des Seminars: Abteilung für Neuere und Neueste Geschichte des Deutschen Historischen Instituts: Axel Dröber, Agnieszka Wierzcholska, Celia Burgdorff, Gérald Kembellec, Jürgen Finger, Mareike König, Margot Lyautey und Zoé Kergomard

Kontakt:
Agnieszka Wierzcholska: awierzcholska@dhi-paris.fr
Zoé Kergomard: zkergomard@dhi-paris.fr 

Zum Call for Papers (Deutsch)
Zum Call for Papers (Englisch)