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Call for papers: Kirchliche Räume und weltliche Herrschaften. Definitionen, Modelle und Konflikte in Kontaktzonen (9.-13. Jahrhundert)

Circulus magnus, der die Gründungsgüter der Abtei Zwettl (Österreich) darstellt, Liber fundatorum (1326-1329), Stiftsarchiv Zwettl, HS 2/1, f. 12r.

Die retrodigitalisierte Handschrift ist online.

Das allmähliche Auseinandertreten der geistlichen und der weltlichen adligen Herrschaften, die Phänomene der »Verräumlichung« und später der »Territorialisierung« sowie der Übergang von einer auf Punkten basierenden Kartographie zu einer Kartographie der mehr oder weniger identifizierbaren und dementsprechend graphisch darstellbaren Herrschaftsbereiche stehen im Zentrum vieler aktueller Forschungen, die jedoch beidseits des Rheins einen sehr unterschiedlichen Zugang zu Fragen des Raums wählen. Ein Anliegen der Tagung ist es daher, den deutschen und den französischen Zugriff einander systematisch gegenüberzustellen: Untersucht werden sollen die Konzeption und die Produktion kirchlicher Herrschaftsräume, und es wird nach den Interaktionen zwischen diesen und den weltlichen Herren auf dem Gebiet des einstigen karolingischen Reichs zu fragen sein. Ziel ist es, insbesondere die Schnittstellen und Kontaktzonen weltlicher und geistlicher Räume in den Blick zu nehmen. Neben den monastischen Räumen wird der Fokus dabei auch auf den Diözesen, Archidiakonaten und Pfarreien liegen.

Erwartet wird ein 25-minütiger Vortrag in deutscher oder französischer Sprache. Bewerben können sich fortgeschrittene Studierende, Promovierende sowie Postdocs, die ihre Doktorarbeit vor nicht mehr als vier Jahren verteidigt haben.

Alle Interessenten werden gebeten, ein einseitiges Abstract in deutscher oder französischer Sprache zu verfassen und dieses sowie einen kurzen Lebenslauf, aus dem auch die Sprachkenntnisse hervorgehen, bis zum 30. Mai 2017 an die beiden folgenden Adressen zu senden: tristan.martine@gmail.com; nowak@rg.mpg.de.

> zum Call for papers (PDF-Dokument)