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Pariser Historische Studien, Band 114

Lucas Hardt, Zwischen Räumen und Fronten. Algerische Migranten im lothringischen Grenzgebiet, 1945–1962, Berlin (De Gruyter) 2019.

Der französische Kolonialismus und der algerische Unabhängigkeitskrieg hatten auch in Europa erhebliche Auswirkungen. Die vorliegende Arbeit untersucht dies auf der Ebene der Grenzregionen Lothringen und Saarland zwischen 1945 und 1962. Auch dort nahmen die sogenannten muslimischen Franzosen Algeriens einen subalternen Status ein. Auf der einen Seite wurden sie von staatlichen Behörden, Medien, Arbeitgebern und der Polizei stigmatisiert und diskriminiert. Auf der anderen Seite waren sie gezwungen, sich zu den Forderungen algerischer Untergrundorganisationen zu positionieren, die die Autorität des französischen Staates systematisch untergruben. In welchem Ausmaß Überwachung, Schikane und Verfolgung der Migranten während des Kolonialkriegs zunahmen, zeigen die Zeitzeugeninterviews, die in dieser Studie die Außenperspektive der schriftlichen Quellen durch eine Innensicht der Migranten ergänzen.

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