Beihefte der Francia

Band 80

Vanina Kopp, Der König und die Bücher. Sammlung, Nutzung und Funktion der königlichen Bibliothek am spätmittelalterlichen Hof in Frankreich, Ostfildern (Thorbecke) 2016.


» Rezension von Michael Brauer in: H-Soz-Kult, 05.10.2016.

» Rezension von Jacques Verger in: Hommages de l’Academie des inscriptions et belles-lettres 2016.

» Rezension von Ulrike Bauer-Eberhardt, Vorabdruck der Rezension, zur Publikation vorgesehen in: Romanische Studien.

» Rezension von Heribert Müller in: sehepunkte 17 (2017), Nr. 1.

Wohl keine andere Darstellung Karls V. prägte sich tiefer in das kollektive Gedächtnis ein als das Bild des gelehrten Königs in seiner Bibliothek. Und obwohl diese Bibliothek nur eine kurze historische Lebensdauer hatte, hält ihre Rezeption bis heute an. Die librairie du Louvre liefert allen historischen, räumlichen und funktionalen Umbrüchen zum Trotz den Ursprungsmythos der heutigen Bibliothèque nationale de France. Die vorliegende Studie nimmt die historische Bibliothek des Spätmittelalters in den Blick, die von 1368 bis 1429 existierte: ihre Genese, ihre verschiedenen Standorte in und um Paris, ihre Akteure. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie die Handschriften am Hof zirkulierten, wie sie gelesen wurden und welche Funktion sie unter verschiedenen Herrschern für Kultur und Politik im mittelalterlichen Frankreich hatten. Dafür werden nicht nur erhaltene Handschriften aus dem königlichen Besitz betrachtet, sondern der aus Inventar- und Rechnungslisten rekonstruierte Gesamtbestand analysiert. So entsteht erstmals ein ganzheitliches Bild der mittelalterlichen Louvrebibliothek.